Maria Lauber 125

„In unscheinbaren, grauen Schachteln lagerte in einem Keller des Frutiger Amtshauses ein Schatz: das literarische Erbe der 1973 verstorbenen Frutigtaler Dichterin Maria Lauber. Nun wurde der Schatz gehoben, um ihn erneut einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Entstanden ist ein Lese-, Bilder- und Hörbuch, das am Freitag (19.8.2016) in Thun im Rahmen einer Vernissage vorgestellt wird. Das Buch bildet den Auftakt zu einer geplanten, auf mehrere Bände angelegten Neuedition.“ BZ, 17.8.2016
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«Ischt net mys Tal, öes Dorf emitts, mitts i der Wäld? U was süscht git’s, wa wärt u wichtig weä win das? Wa weäscht im Läbe sövel baas? Es iedersch Dorf, wa’s süscht nug git, ischt näbenuus, Un og dermit e jedi Stadt, by oder wyt, si lyt net da wa d Mitti lyt».

„Im August 2016 erscheint das neue Buch zum 125. Geburtstag von Maria Lauber. Diese Ausgabe wird auf rund als 230 Seiten Texte in Mundart und in Hochsprache enthalten; unter anderem Gedichte, Erzählungen, Texte zum Brauchtum, Briefe von Maria Lauber und Würdigungen der Werke von Maria Lauber. Zu finden sind auch unveröffentlichte Texte.
Umrahmt werden die Texte mit schwarz/weiss-Bildern des Fotografs Reto Camenisch. Er hat sich auf die Spuren von Maria Lauber begeben und passende Bilder für das Buch gemacht.

Das Buch wird mit einer CD des Frutiger Singer und Songwriter Christoph Trummer herausgegeben. Die CD enthält Musikarrangements und vertonte Gedichte, gesungen von Christoph Trummer und Nadja Stoller.“

http://kulturgutstiftung.ch/Kiosk/Kiosk.html

 

http://trummeronline.ch/2016/08/neues-video-zum-maria-lauber-lesebuch/

Adelboden Statistik #1: Nationalratswahlen

Welche Parteien haben welche Stärke in Adelboden?

Die Resultate der alle 4 Jahre stattfindenden Wahlen zum Nationalrat geben darauf eine Antwort. Wie die folgende Übersicht zeigt, haben sich seit 1975  einige Veränderungen ergeben:

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Aufgeführt sind alle Parteien, die zwischen 1975 und 2015 mindestens einmal mehr als zwei Prozent der Stimmen erhielten; dies sind (in der Reihenfolge der Parteistärke 2015):
SVP Schweizerische Volkspartei, bis 1971: Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB).
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
BDP Bürgerlich-Demokratische Partei (2008 von der SVP abgespalten)
FDP Freisinnig-Demokratische Partei der Schweiz. 2009: Fusion von FDP und LPS auf nationaler Ebene unter der Bezeichnung „FDP.Die Liberalen“
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
GLP Grünliberale Partei (2004 von der GP Zürich abgespalten und 2007 als nationale Partei gegründet)
GPS Grüne Partei der Schweiz
SD Schweizer Demokraten (1961–1990: Nationale Aktion)
FPS Freiheits-Partei der Schweiz (1985–1994: Schweizer Auto-Partei, AP)

Eine der markanten Veränderungen ist der starke Rückgang der SP. Dies hat wohl – wie so oft – ihren Grund in der prägenden Präsenz von einzelnen Persönlichkeiten. Hier des ehemaligen Kurdirektors Fred Rubi, welcher der SP angehörte. Er war von 1966 bis 1973 Gemeinderat in Adelboden, von 1974 bis 1981 Gemeindepräsident und von 1967 bis 1987 Nationalrat. Und gerade 1987 bricht die Parteistärke der SP ein.

Die Daten

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Die Quellen

Die Wahldaten stammen von 1975 bis 2011 aus der interaktiven Applikation STAT-TAB des Bundesamts für Statistik BFS.
https://www.pxweb.bfs.admin.ch/
Cube Nationalratswahlen (Fiktive Wählende und Parteistärke seit 1975)

Die Daten 2015 sind der Website des Kantons Bern entnommen, wobei die zugehörigen Listen der Mutterpartei hinzugerechnet sind.
http://www.sta.be.ch/sta/de/index/wahlen-abstimmungen/wahlen-abstimmungen/wahlen/wahlen_2015.html

 

500 Jahre Kirche Adelboden. Das Fest in einem Schüleraufsatz von 1933

Als Auswärtige und Schülerin im 8. Schuljahr erlebte Marie das Jubiläum der Kirche Adelboden und schrieb einem Monat später dazu einen Schulaufsatz. Ein eindrückliches Zeugnis mit Bestnoten.

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Adelbodner Schulen 1799

Die Helvetische Republik und die Statistik

Die Helvetische Rpublik (12.4.1798 bis 10.3.1803) war als Ablöserin der alten Eidgenossenschaft zwar von kurzer Dauer, aber reich an Aktivitäten der Modernisierung.

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Statistiken waren eine zentrale Grundlage für die Politik:
„Die breit angelegten statist. Erhebungen, welche die Zentralbehörden in den verschiedensten Lebensbereichen durchführten, sollten die Grundlagen für eine rationale Gestaltung der Helvetische Rpublik liefern. Am 21.10.1798 leitete Innenminister Albrecht Rengger die erste gesamtschweiz. Volkszählung in die Wege. Bekannt sind auch die Pfarrer- und die Schulenqueten Philipp Albert Stapfers vom Febr. 1799.“  ……  „Auf keinem Gebiet unternahm die Helvetische Rpublik so grosse Anstrengungen wie auf demjenigen des Erziehungswesens. Für Philipp Albert Stapfer, den Minister der Künste und Wissenschaften, führten Bildung und Erziehung zur ethischen Vervollkommnung des Menschen. Stapfer wandelte die Schule von einer kirchl. in eine staatl. Einrichtung um. Gestützt auf einen Regierungsbeschluss vom 24.7.1798 übernahm in jedem Kanton ein achtköpfiger Erziehungsrat die Aufsicht über das Schulwesen. Der von einem umfassenden Erziehungsplan begleitete Gesetzesentwurf zur Umgestaltung der Volksschule wurde im Parlament schleppend behandelt und verwässert. Erst am 4.-6.12.1800 sollte die Exekutive die Einrichtung von Elementarschulen in den Gemeinden und die allgem. Schulpflicht in den Wintermonaten dekretieren. Von den Projekten für Lehrerseminare zur Verbesserung der Lehrerbildung waren die wenigsten von Erfolg gekrönt. Die polit. Volksaufklärung lag in den Händen des im Nov. 1798 geschaffenen Bureaus für National-Kultur, das Heinrich Zschokke leitete.“
Aus Historisches Lexikon der Schweiz, Artikel Helvetische Republik, http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D9797.php

Projekt Stapferenquete

Die Stapferenquete zu den Schulen ist in einem umfassenden Projekt erforscht und in einer auf modernsten Techniken basierenen Webseite präsentiert worden.

snip_Stapferenquete„Das Projekt (Laufzeit 2009-2015) diente der Edition und der Erforschung der sogenannten Stapfer-Enquête, einer Umfrage zur Schulsituaion in der Helvetischen Republik aus dem Jahr 1799. Diese Umfrage geht auf die Initiative des Erziehungsministers der Helvetischen Republik (1798-1803) Philipp Albert Stapfer (1766-1840) zurück, der die Schulpolitik der 1798 ausgerufenen Republik auf „hard facts“ bauen wollte und deswegen einen standardisierten Fragebogen mit rund 60 Fragen entwarf, die von den Lehrern (und wenigen Lehrerinnen) der damaligen Schweiz ausgefüllt wurde. … Die Erhebung besteht aus vier Teilen; gefragt wird nach den Lokalverhältnissen, dem Unterricht, den Personalverhältnissen und den ökonomischen Verhältnissen … . Von dieser Umfrage liegen über 2400 Antwortbögen und somit umfangreiche, ergiebige und spannende Quellen vor.“ (Der Fragebogen: http://www.stapferenquete.ch/db/browse/fragen).
Daniel Tröhler, Heinrich R. Schmidt, http://www.stapferenquete.ch/projekt

Die vier Schulen in Adelboden

Wie die Schulverhältnisse 1799 in Adelboden aussahen, das lässt sich spannend in der Datenbank des Projekts verfolgen.

Es gab 1799 in Adelboden vier Schulen: Boden, Hirzboden, Schwand, und Stigelschwand mit etwas mehr als 260 Schulkindern.

Der Schulweg

Erfragt wurde, wie viele der zum Schulbezirk gehörigen Häuser wie weit – in Vietelstunden gemessen – vom jeweiligen Schulhaus (welches der Lehrer selber zu stellen hatte) entfernt waren.
Am meisten Häuser  (119) und bis zu einer Entfernung von einer Stunde meldete der Schulbezirk Schwand. Die übrigen Bezirke hatten zwischen 26 und 28 oder mehr Häuser. Dabei ist nicht klar, ob in allen auch Schulkinder lebten. Bei allen aber wird darauf hingewiesen, dass „in rauhen Zeiten und vielen Schnees die Kinder noch einmal so lang zu gehen haben — oder gar nicht gehen mögen“. Denn meistens wurde die Schule vor allem im Winter gehalten, im Sommer wenig, weil „viele an den Bergen oder sonst weiter entfernt sind“.

Der Schulstoff

In allen Schulen ist der Schulstoff der gleiche: „Lesen, Singen, Schreiben … auch ausswendig den Catechismuss, die schönen Psalmen Davids, die Psalter, Historien Capitel aus dem neuen Testament“, und das je „nach deme ein Kind mit Viel oder wenig gaaben von Gott dem Allmächtigen beschenket ist“.

Das Lehrerprofil

Bestellt wurden die Schulmeister (es gab aauch Frauen, so z.B. n ) „nebst jeweiligem Pfarrer“ durch das „Ehemalige Gricht und Chorgricht, nach deme ein Examen mit solchen Vorgenomen worden ist“.

Boden

60 Schüler, 32 Knaben und 28 Mädchen.

  • Lehrer Stephan Hager, 33jährig, aus dem gleichen „Flecken des Schuls Bezirks“ stammend, kinderlos verheiratet.
  • 10 Jahre im Beruf, „nicht als Bauren beruff“, daneben „Bauren Verrichung weil er nicht zum faulenzen geneigt ist“.
Hirzboden

60 Kinder in der Schule, 38 Knaben, 22 Töchter, „im Sommer aber weniger weil Viel am berg und ab Örtern wohnen und also den Kleinen Zu weit ist“.

  • Lehrer Christen Josi, 49jährig, aus „dem borth als nebend fleck diss Schulbezirks“ stammend, verheiratet und 5 Kinder.
  • Seit drei Jahren im Beruf, selbst Bauer und noch daneben als Bauer tätig.
Schwand

Etwa 98 Kinder, 51 Knaben und 41 Mädchen, im Sommer weniger.

  • Lehrer Christian Ällig, 44jährig, „Vom Flecken Jnnerschwand“, verheiratet und zwei Kinder.
  • Seit drei Jahren Lehrer und „Vor etlich Jahren auch etlich Jahr“ , von Beruf „Bauren.., Corrichter, Sekeler, und Vor einer Zeit auch Schulmeister“. Daneben „Bauren Verrichtung und an der Municipalitet“.
Stigelschwand

50 Kinder, 27 Knaben, 23 Mädchen, im Sommer aber weniger.

  • Peter Pieren, 27jährig, „vom Hauptfleck steigelschwand“, kinderlos verheiratet.
  • Seit drei Jahren Lehrer, vormals „nichts als Beuren beruff“ und daneben „Bauren Verrichtung und an der Munizibalität“.

Noch viel mehr zu den einzelnen Schulbezirken in der Datenbank

Bode. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1380: Bode, [http://www.stapferenquete.ch/db/1380].

Hirzboden. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1384: Hirzboden, [http://www.stapferenquete.ch/db/1384].

Schwand. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1382: Schwand, [http://www.stapferenquete.ch/db/1382].

Stigelschwand. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1385: Stigelschwand, [http://www.stapferenquete.ch/db/1385].

MundArt

Es ist nicht so, dass alles Mundartliche nur zu alten Schriften gehören oder von älteren Jahrgängen bloss für ihre Erinnerungen Anwendung finden würde. Mundart ist und kann vielmehr. Sie lebt und ist auch eine Kunstgattung – ist MundArt.

Jimmy U. Schnidrig beweist dies in seinem Buch

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Inhalt

Das Inhaltsverzeichnis macht gluschtig. Ein Verzeichnis von Wörtern gefolgt von kurzen Geschichten zum Dessert:

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Bestellen

Bestellen kann man das Buch hier auf tutti.ch

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Hintergrund

Und wer noch mehr wissen will, findet das in diesem Arikel

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Quelle:tutti.ch

Geschichte und Geschichten aktuell im Radio

Radio SRF Kultur widmet am 2. Februar 2016 ein Sendung dem Wintertourismus und hat als Standort für die Berichte Adelboden, genauer den klimawarmen Dorfplatz ausgesucht.

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Spannende Geschichten aus der jüngeren und älteren Adelbodmer Geschichte ergänzen das Ganze, erzählt von Toni Koller. So zu den amerikanischen Piloten, die luxuriös im Kurort strandeten, zum Alpenbad mit Fragezeichen oder zur mächtigen Stellung der Gelben im Dorf und zu den lieben braunen Kühen, die zur Rettung der Landschaft beitragen..

Adelbodenbuch und Adelboden-Chronik

Ein „historischer Tag“

28. November 2014
„Den übrigen Geschäften der Gemeindeversammlung wird zugestimmt, so auch einem Bruttokredit von Fr. 150’000 für die Neuauflage und Fortsetzung des „Adelbodenbuchs„“ von Alfred Bärtschi.
Diese kurze Info können wir der immer wieder interessanten Adelboden-Chronik von Christine Baumann im Adelbodmer Hiimatbrief 76 entnehmen.

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Und das hat der Gemeinderat am 28 Novembe 2014 .im Detail entschieden

Aus dem Gemeinderat.
GV-Protokoll vom 28. November 2014
Seite 374

6. Ortsgeschichte; Neuauflage und Fortsetzung Adelbodenbuch

Projekt- und Kreditgenehmigung
Referent: Obmann Stefan Lauber

Sachverhalt

Das Adelbodenbuch von Alfred Bärtschi ist 1934 herausgekommen und 1972 in einer fast unveränderten zweiten Auflage erschienen. Längst ist auch diese vergriffen. Antiquarisch ist das Buch schwierig zu kaufen und die Preisangebote von bis zu mehreren hundert Franken zeigen, wie gefragt das Buch weiterhin ist, auch wenn es nur die Zeit bis etwa 1890 abdeckt. Die Stiftung Dorfarchiv hat sich verschiedentlich mit einer Neuauflage befasst, jedoch kann sie dieses Projekt nicht alleine bewältigen, dies würde ihre personellen Ressourcen und finanziellen Mittel übersteigen. Im August 2013 hat die Stiftung Dorfarchiv den Gemeinderat angefragt, ob sich die Gemeinde an diesem Projekt beteiligen würde. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 20. August 2013 eine Arbeitsgruppe um Christian Bärtschi und Toni Koller eingesetzt. Diese hat sich in der Zwischenzeit zu mehreren Sitzungen getroffen.

Ausgangsidee der Arbeitsgruppe war, einerseits das alte Adelbodenbuch wieder zur Verfügung zu stellen, andererseits eine Neuausgabe mit der Darstellung des 20. Jahrhunderts zu schaffen.

Projektidee

Die Arbeitsgruppe schlägt nun vor, zwei Bücher zu machen, die zusammen in einem Schuber (Kartonhülle) angeboten werden, aber auch einzeln verkauft werden können:

  • Das „alte“ Adelbodenbuch von Alfred Bärtschi soll fotomechanisch so reproduziert werden, dass es möglichst nahe an die Ausgabe von 1972 herankommt. Auflage 800 Exemplare.
  • Das „neue“ Adelbodenbuch erscheint im gleichen Format und zeigt die Geschichte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Auflage: 1’600 Exemplare. Das Buch soll von einer Reihe von Autoren und Autorinnen geschrieben werden.

Mitglieder der Arbeitsgruppe befassen sich zurzeit mit der inhaltlichen Gliederung des neuen Buches. Aus den diversen bestehenden Schriften zum 20. Jahrhundert in Adelboden soll das Wesentliche herausgefiltert und einiges Neues angefügt werden, so dass die Chronik für die Zukunft Bestand hat wie das „alte“ Adelbodenbuch.

Ausgehend von diesem „alten“ Adelbodenbuch soll die traditionelle Welt und die Krise gezeigt werden, die im 19. Jahrhundert zunehmend zu Armut und Auswanderung geführt hat. Am Ende des Jahrhunderts wird Adelboden sozusagen neu erfunden: Moderne Verkehrsinfrastrukturen ermöglichen längere Arbeitswege und den Tourismus; die Abwanderung wird gestoppt, Hotellerie und später Parahotellerie entwickeln sich; das Baugewerbe floriert. Winter- und Sommersportarten – auch der Spitzensport – kommen ins Tal. Geschichtliche Skizzen der Schulhäuser, des Altersheims oder auch des politischen Lebens zeigen, dass hinter der bunten Welt der internationalen Gäste weiterhin eine funktionierende dörfliche Gemeinschaft mit einer eigenständigen Kultur steht, die ihre Tradition nicht verleugnet. Aufgelockert werden soll die Darstellung mit einem Fototeil, mit Porträts von bedeutenden Persönlichkeiten und einer kleinen «Chronique scandaleuse».

Für die Realisierung des geplanten Projektes hat die Arbeitsgruppe Fredi Lerch, freier Journalist und Publizist, Bern, beigezogen, der als Buchredaktor, Koordinator und CoAutor amten soll. Von der Arbeitsgruppe sieht sich niemand in der Lage, diese zentrale Funktion zu übernehmen – sie ist aber unabdingbar, wenn bei einer Mehrzahl von Autorinnen und Autoren ein einheitliches Werk entstehen soll.

Finanzielles

Für den Druck wurden zwei Offerten eingeholt. Die Egger AG Frutigen hat das günstigere Angebot eingereicht.

Gemäss dem Budget wird mit folgenden Ausgaben gerechnet werden:

Druck (Egger Druck AG, Frutigen)                                  CHF 80’300.00
Honorar Koordination und Redaktion (F. Lerch)     CHF 40’000.00
AutorInnen-Honorare (16 à durchschn. 750.00)      CHF 12’000.00
Honorare Fotos                                                                      CHF 2’700.00
Verkaufswerbung (Flyer, Inserate)                                CHF 5’000.00
Unvorhergesehenes                                                             CHF 10’000.00

Total CHF                                                                                         150’000.00

Dabei ist vorgesehen, dass die Gemeinde Adelboden einen Beitrag von CHF 113’000.00 an das Projekt leistet. Die Licht- und Wasserwerk AG hat bereits einen Sponsorenbeitrag von CHF 25’000.00 zugesichert (wobei das LWA als Gegenleistung eine Anzahl Bücher zugute haben wird). Zudem kann mit einem Kantonsbeitrag (Amt für Kulturelles) von ca. CHF 12’000.00 gerechnet werden.

Die Gemeinde soll als Herausgeberin der Bücher fungieren. Der Erlös aus dem Bücherverkauf ist im Budget nicht berücksichtigt. Er wird längerfristig an die Gemeinde zurückfliessen. Die Bücher werden im Buchhandel erhältlich sein.

Der Gemeinderat hat dem Konzept der Arbeitsgruppe für die Neuauflage und Ergänzung des Adelbodenbuches an seiner Sitzung vom 15. Juli 2014 einstimmig zugestimmt.

Antrag Gemeinderat

Das Projekt für die Neuauflage und Fortsetzung des Adelbodenbuches wird gutgeheissen. Der erforderliche Bruttokredit von CHF 150’000.00 wird bewilligt.  

 Diskussion

Bärtschi Ernst, Schwyzi: Gibt es zwei Bücher? Antwort Obmann Lauber: Ja, das alte Buch wird reproduziert. Die Neuauflage ist separat, aber auch als Schuber (Kartonhülle) erhältlich.
Wäfler Roland: Was sollen die Bücher kosten? Antwort Obmann Lauber: Der Gemeinderat hat aus drei Varitanten festgelegt, dass der alte Band pro Stück CHF 100.00 und der Nachtrag pro Stück CHF 50.00 kosten soll. Der ganze Schuber wäre also für CHF 150.00 erhältlich.

Beschluss (deutliches Mehr, 1 Gegenstimme, einige Enthaltungen)

Der Antrag des Gemeinderates wird zum Beschluss erhoben.