Adelboden: Gefahren und Risiken


Aus dem neuen Risikobericht „Naturgefahrenmanagement Adelboden“ (JAnuar 2009):

“ Die Gefahrenkarte für die Gemeinde Adelboden liegt seit dem Jahr 2003 vor. Sie zeigt, dass viele Objekte in Gefahrenbereichen liegen. Um nicht nur die Gefahren, sondern auch die damit verbundenen Risiken (zu erwartende Sach- und Personenschäden in Frankenwerten) zu kennen, ist eine Risikoanalyse notwendig. …..  
Die Risikoanalyse wurde für die Prozesse Überflutung/Übersarung und Murgang, Sturzgefahren, Hangmuren und Lawinen durchgeführt.  …. 
Die Risikoanalyse zeigt klar, dass die Hauptrisiken in Adelboden von den Wassergefahren ausgehen. Die im gesamten Projektperimeter aufsummierten Risiken (zu erwartende Sach- und Personenschäden pro Jahr) betragen für die Wassergefahren rund 1 Mio. CHF, für die Hangmuren rund 400’000 CHF und für die Sturz- und Lawinenprozesse je rund 50’000 CHF pro Jahr. Der Anteil der Personenrisiken ist je nach Prozess unterschiedlich. Am grössten ist er bei den Lawinenprozessen (75 %), gefolgt von den Sturzprozessen mit 70%. Deutlich geringer sind die Anteile der Personenschäden bei den Wasserprozessen (27%) und bei den Hangmuren (14%).

Das Massnahmenspektrum ist naturgemäss breit und prozessabhängig:

Für die Wassergefahren stehen insbesondere für den Uelisgraben und den Schrenzigraben ein Geschieberückhalt an geeigneter Stelle und ein begleitender Gerinneausbau im Vordergrund.

Bei den Sturzprozessen sind grössere Verbauungen mit Steinschlagschutznetzen die zweckmässigste und günstigste Lösung. Damit kann das Risiko massiv reduziert werden.

Bei den Hangmuren, die weite Teile des Perimeters betreffen, sind integrale Massnahmen aus heutiger Sicht schwierig zu realisieren. Im Vordergrund stehen Objektschutzmassnahmen für die am meisten gefährdeten Objekte. Konkrete Massnahmen müssen am jeweiligen Standort beurteilt werden.

Bei den Lawinen wurden seit den 1950er Jahren grosse Anstrengungen zur Risikoreduktion unternommen. Die bestehenden Schutzdefizite beim 300-jährlichen Ereignis können durch vorsorgliche organisatorische Massnahmen (temporäre Evakuationen in Zeiten akuter Lawinengefahr) auf ein tolerierbares Restrisiko (vor allem Sachwerte) reduziert werden. Somit besteht bezüglich Lawinenschutzmassnahmen kaum Handlungsbedarf.“

Mehr dazu (Auszug aus dem hier zitierten Bericht und Karten) finden sich unter www.3715.ch

Der Perimeter des Untersuchungsgebietes:

gefahrenkarte-adelboden

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