Aus Ernsts Ferientagebuch (4), 31.7.1874: „Morn müesse mer vom Näbestübli der Wält furtgah!“


Aus: Adelbodmer Heimatbrief, Nummer 20, Februar 1964, Seite 13/14.

Freitag, den 31. Juli: Es war uns heute nicht gut zu Mute, als wir erwachten, zu denken: „Morn müesse mer vom Näbestübli der Wält furtgah!“, Auch unsere Köchin war es nicht zufrieden, dass wir morgen fortgehen mussten. Nach dem Morgenessen fing Mama an einzupacken, und ich half ihr. Da klopfte es an die Türe, und Herr Hari brachte uns ein dreipfundiges Ankenbälli. Um 1/2 11 Uhr ging ich auf die Laube und spielte auf dem Klavier zum letzten Mal: Ihr Berge, lebt wohl. Zu unserem Mittagessen liess Herr Hari eine gute Kirschsuppe machen. Nachher mussie ich noch mit zwei Briefen auf die Post. Es hatte 42 Stunden geregnet, und so bildete es auf der Matte einen grossen See, auf welchem wir herumfuhren. Um 6 Uhr läutete es zum letzten Abendessen. Das Hauptgericht war Schokoladecreme und Adelbodner Lebkuchen. Um 10 Uhr ging ich mit Schmerz ins Bett. Es war das letzte Mal, dass wir in Adelboden schliefen! -“

(Aus dem Tagebuch von Ernst Lauterburg)

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