Adelbodenbuch und Adelboden-Chronik


Ein „historischer Tag“

28. November 2014
„Den übrigen Geschäften der Gemeindeversammlung wird zugestimmt, so auch einem Bruttokredit von Fr. 150’000 für die Neuauflage und Fortsetzung des „Adelbodenbuchs„“ von Alfred Bärtschi.
Diese kurze Info können wir der immer wieder interessanten Adelboden-Chronik von Christine Baumann im Adelbodmer Hiimatbrief 76 entnehmen.

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Und das hat der Gemeinderat am 28 Novembe 2014 .im Detail entschieden

Aus dem Gemeinderat.
GV-Protokoll vom 28. November 2014
Seite 374

6. Ortsgeschichte; Neuauflage und Fortsetzung Adelbodenbuch

Projekt- und Kreditgenehmigung
Referent: Obmann Stefan Lauber

Sachverhalt

Das Adelbodenbuch von Alfred Bärtschi ist 1934 herausgekommen und 1972 in einer fast unveränderten zweiten Auflage erschienen. Längst ist auch diese vergriffen. Antiquarisch ist das Buch schwierig zu kaufen und die Preisangebote von bis zu mehreren hundert Franken zeigen, wie gefragt das Buch weiterhin ist, auch wenn es nur die Zeit bis etwa 1890 abdeckt. Die Stiftung Dorfarchiv hat sich verschiedentlich mit einer Neuauflage befasst, jedoch kann sie dieses Projekt nicht alleine bewältigen, dies würde ihre personellen Ressourcen und finanziellen Mittel übersteigen. Im August 2013 hat die Stiftung Dorfarchiv den Gemeinderat angefragt, ob sich die Gemeinde an diesem Projekt beteiligen würde. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 20. August 2013 eine Arbeitsgruppe um Christian Bärtschi und Toni Koller eingesetzt. Diese hat sich in der Zwischenzeit zu mehreren Sitzungen getroffen.

Ausgangsidee der Arbeitsgruppe war, einerseits das alte Adelbodenbuch wieder zur Verfügung zu stellen, andererseits eine Neuausgabe mit der Darstellung des 20. Jahrhunderts zu schaffen.

Projektidee

Die Arbeitsgruppe schlägt nun vor, zwei Bücher zu machen, die zusammen in einem Schuber (Kartonhülle) angeboten werden, aber auch einzeln verkauft werden können:

  • Das „alte“ Adelbodenbuch von Alfred Bärtschi soll fotomechanisch so reproduziert werden, dass es möglichst nahe an die Ausgabe von 1972 herankommt. Auflage 800 Exemplare.
  • Das „neue“ Adelbodenbuch erscheint im gleichen Format und zeigt die Geschichte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Auflage: 1’600 Exemplare. Das Buch soll von einer Reihe von Autoren und Autorinnen geschrieben werden.

Mitglieder der Arbeitsgruppe befassen sich zurzeit mit der inhaltlichen Gliederung des neuen Buches. Aus den diversen bestehenden Schriften zum 20. Jahrhundert in Adelboden soll das Wesentliche herausgefiltert und einiges Neues angefügt werden, so dass die Chronik für die Zukunft Bestand hat wie das „alte“ Adelbodenbuch.

Ausgehend von diesem „alten“ Adelbodenbuch soll die traditionelle Welt und die Krise gezeigt werden, die im 19. Jahrhundert zunehmend zu Armut und Auswanderung geführt hat. Am Ende des Jahrhunderts wird Adelboden sozusagen neu erfunden: Moderne Verkehrsinfrastrukturen ermöglichen längere Arbeitswege und den Tourismus; die Abwanderung wird gestoppt, Hotellerie und später Parahotellerie entwickeln sich; das Baugewerbe floriert. Winter- und Sommersportarten – auch der Spitzensport – kommen ins Tal. Geschichtliche Skizzen der Schulhäuser, des Altersheims oder auch des politischen Lebens zeigen, dass hinter der bunten Welt der internationalen Gäste weiterhin eine funktionierende dörfliche Gemeinschaft mit einer eigenständigen Kultur steht, die ihre Tradition nicht verleugnet. Aufgelockert werden soll die Darstellung mit einem Fototeil, mit Porträts von bedeutenden Persönlichkeiten und einer kleinen «Chronique scandaleuse».

Für die Realisierung des geplanten Projektes hat die Arbeitsgruppe Fredi Lerch, freier Journalist und Publizist, Bern, beigezogen, der als Buchredaktor, Koordinator und CoAutor amten soll. Von der Arbeitsgruppe sieht sich niemand in der Lage, diese zentrale Funktion zu übernehmen – sie ist aber unabdingbar, wenn bei einer Mehrzahl von Autorinnen und Autoren ein einheitliches Werk entstehen soll.

Finanzielles

Für den Druck wurden zwei Offerten eingeholt. Die Egger AG Frutigen hat das günstigere Angebot eingereicht.

Gemäss dem Budget wird mit folgenden Ausgaben gerechnet werden:

Druck (Egger Druck AG, Frutigen)                                  CHF 80’300.00
Honorar Koordination und Redaktion (F. Lerch)     CHF 40’000.00
AutorInnen-Honorare (16 à durchschn. 750.00)      CHF 12’000.00
Honorare Fotos                                                                      CHF 2’700.00
Verkaufswerbung (Flyer, Inserate)                                CHF 5’000.00
Unvorhergesehenes                                                             CHF 10’000.00

Total CHF                                                                                         150’000.00

Dabei ist vorgesehen, dass die Gemeinde Adelboden einen Beitrag von CHF 113’000.00 an das Projekt leistet. Die Licht- und Wasserwerk AG hat bereits einen Sponsorenbeitrag von CHF 25’000.00 zugesichert (wobei das LWA als Gegenleistung eine Anzahl Bücher zugute haben wird). Zudem kann mit einem Kantonsbeitrag (Amt für Kulturelles) von ca. CHF 12’000.00 gerechnet werden.

Die Gemeinde soll als Herausgeberin der Bücher fungieren. Der Erlös aus dem Bücherverkauf ist im Budget nicht berücksichtigt. Er wird längerfristig an die Gemeinde zurückfliessen. Die Bücher werden im Buchhandel erhältlich sein.

Der Gemeinderat hat dem Konzept der Arbeitsgruppe für die Neuauflage und Ergänzung des Adelbodenbuches an seiner Sitzung vom 15. Juli 2014 einstimmig zugestimmt.

Antrag Gemeinderat

Das Projekt für die Neuauflage und Fortsetzung des Adelbodenbuches wird gutgeheissen. Der erforderliche Bruttokredit von CHF 150’000.00 wird bewilligt.  

 Diskussion

Bärtschi Ernst, Schwyzi: Gibt es zwei Bücher? Antwort Obmann Lauber: Ja, das alte Buch wird reproduziert. Die Neuauflage ist separat, aber auch als Schuber (Kartonhülle) erhältlich.
Wäfler Roland: Was sollen die Bücher kosten? Antwort Obmann Lauber: Der Gemeinderat hat aus drei Varitanten festgelegt, dass der alte Band pro Stück CHF 100.00 und der Nachtrag pro Stück CHF 50.00 kosten soll. Der ganze Schuber wäre also für CHF 150.00 erhältlich.

Beschluss (deutliches Mehr, 1 Gegenstimme, einige Enthaltungen)

Der Antrag des Gemeinderates wird zum Beschluss erhoben.

 

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