Nummer 80!


Soeben zugestellt: Die Nummer 80 des Adelbodmer Hiimatbriefs. Was drin steht, listet das Editorial auf, das deshalb anstelle des Inhaltsverzeichnises hier zu lesen ist.

Und auf eine Trouvaille in dieser 80. Ausgabe sei im Anschluss verwiesen.

Editorial

Die Medienwelt wandelt sich — der Adelbodmer Hiimatbrief hat Bestand. Nicht zuletzt dank Ihrer Unterstützung, liebe Leserinnen und Leser! Es freut uns, Ihnen die Ausgabe Nr. 80 vorzulegen. 
Seit den Anfängen dieser Publikation ist nicht nur das digitale Informationsangebot explodiert: Im gedruckten Bereich gibt es für unser Tal seit 13 Jahren den «Frutigländer». Er schreibt mitunter zu Themen, die ebensogut im Hiimatbrief hätten erscheinen können — manchmal gilt auch das Umgekehrte. Da unser Heft nun aber bloss einmal jährlich erscheint, sind wir gut beraten, uns auf unsere Stärken zu konzentrieren: auf ausführlichere Artikel ortshistorischer, heimat- und volkskundlicher Art, die in der aktuellen Zeitung kaum Platz fänden. Beispiele dafür in dieser Nummer sind Christine Amslers Arbeit zu den Namen der hiesigen Berge oder der Text von Martin Hari, der einem Notar des 18. Jahrhunderts über die Schulter schaut. Dass im Hiimatbrief auch die Gegenwart auflebt, dafür sorgen Rubriken wie die jährliche Standortbestimmung des Tourismusdirektors oder die bewährte Adelbodner Jahreschronik. 

Wichtig ist dem Hiimatbrief zudem — im Unterschied zur Zeitung — die Pflege der Mundart. Dafür sorgen eine weitere Episode von Käthi Zahler-Haris Erinnerungen und ein Kurzgedicht von Jakob Aellig; vor allem aber nimmt Christian Bärtschis mundartliche Rückschau auf seine Zeit in Argentinien (selbst wenn der Inhalt wenig mit Adelboden zu tun hat) auch in dieser Ausgabe einen prominenten Platz ein. Der Doyen der Adelbodner Mundartliteratur, soeben 80-jährig geworden, hat sich nach vielen Jahren als Redaktor des Hiimatbriefs nun von dieser Aufgabe zurückgezogen und sie dem Schreibenden übertragen. Für sein grosses Engagement gebührt Christian Bärtschi unser herzlicher Dank! Als neuer Hiimatbrief-Redaktor bin ich froh, auch weiterhin auf Christians guten Rat (und auf Artikel aus seiner Feder) zählen zu können. Dass in seinem grafischen Gedicht «Mein ABC» der Buchstabe A wie Adelboden dominiert, ist vielleicht kein Zufall . 

Ausserdem lesen Sie hier eine weitere Folge von Alfred Bärtschis Tagebuchnotizen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Auch sie haben keinen direkten Bezug zu Adelboden (Bärtschi verbrachte einen Grossteil seines Lebens im Unterland). Wir publizieren seine Aufzeichnungen einerseits als Hommage an den verdienstvollen  Verfasser des ersten „Adelbodenbuchs“ – in erster Linie aber sind Alfred Bärtschis präzise (und oftmals scharfzüngige) Beobachtungen aus der doppelten Perspektive des Lehrers und des Sektionschefs ein sehr lesenswertes geschichtliches Dokument aus dramatischer Zeit. 
Passend zum kürzlichen 500. Jahrestag der Reformation in der Schweiz beantwortet dieser Hiimatbrief schliesslich eine naheliegende Frage: Wie hat sich diese epochale religiöse Umwälzung eigentlich in unserem Tal abgespielt? Aus anderer Warte liegt zum Thema des Glaubens wiederum ein anregender Text von Margrit Fankhauser bereit. 
Abgerundet wird der Hiimatbrief wie immer durch den Rechenschaftsbericht des Dorfarchiv-Präsidenten Jakob Pieren und die Hiimatbrief Jahresrechnung. 
Ein grosser Dank geht an all jene, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu diesem Heft beigetragen haben! 

Zum Schluss der Hinweis auf eine kommende Buchpublikation:  Christian Bärtschi und der Schreibende haben Jakob Aelligs längst vergriffenes Wörterbuch «Adelbodetütsch» überarbeitet und erneuert; es wird als «Adelbodmer Wörterbuch» im Herbst 2019 erscheinen (Herausgeber und Bezugsquelle: Peter Klopfenstein, Photo Klopfenstein AG Adelboden). 

Bern, im Sommer 2019 Toni Koller „

Raginbold – der kühne (Wetter)Berater

Ein interessantes Fundstück in der Nummer 80 handelt von Namen. Es stammt von Christine Amsler, die sich in einer Arbeit mit der Herkunft der Adelbodner Bergnamen befasst hat.

Ein Beispiel dazu:

„Rägeboldshore — 2193 m 

Das Rägeboldshore wird von den Einheimischen Rägepöli genannt. Pöli bedeutet «kleine Erhebung», Synonym für Chnübi. Weil das schlechte Wetter meistens aus Südwesten kommt und das Rägeboldshore die erste grössere Erhebung ist, regnet es dort oft zuerst.  Der Name Rägeboldshore, auch Rägemboldshore, könnte auch von einem einstigen Ansiedler Namens Raginbold («der kühne Berater») stammen (Manuskript von Alfred Bärtschi im Dorfarchiv Adelboden, Schachtel 4/14).

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