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In der Stadt

„Chüngold in dr Stadt“, das zweite autobiografische Werk der Mundartdichterin Maria Lauber (19891-1973) ist im Juni 2021 in einer neu bearbeiteten Ausgabe erschienen.

Es ist der dritte Band der von der Kulturgutstiftung Frutigland betreuten und von Erich Blatter – dem Biografen von Maria Lauber – geleiteten Neuherausgabe der Werke von Maria Lauber.

Das Buch ist im –> Kiosk der Kulturgutstiftung Frutigland erhältlich. Es enthält neben dem Text von Maria Lauber mehrere erläuternde Beiträge.
Die Ankündigung auf der Webseite der Stiftung beschreibt das Buch ausführlich:

Das Buch

«Wen ig doch og esmal chönnti e Leäreri gä!»


 An einem Märzmorgen 1907 wird dieser verwegene Wunsch des Bergbauernmädchens von Prasten konkreter. Erwartungsvoll, ängstlich sitzt Chüngold im Zug nach Bern zur Aufnahmeprüfung ins Lehrerinnenseminar. Drei Jahre später fährt die nun 19-Jährige zurück ins Frutigland, um dort eine Gesamtschule mit knapp 40 Kindern zu übernehmen. «U jitz stiit ds Chüngi vur syr iigete Schuel.»

Zwischen diese beiden Ereignisse spannt Maria Lauber den Bogen ihrer stark autobiografisch geprägten Mundarterzählung. Sie beschreibt mit eindrücklicher Beobachtungsgabe Chüngolds Erlebnisse im Seminar, ihren Alltag in der unbekannten Stadt und ihre Gefühle von Einsamkeit, Selbstzweifel und Heimweh. Der Weg des Erwachsenwerdens der scheuen Frutigtalerin, die mit ihrem Anderssein durch Herkunft und fremdem Dialekt und mit finanziellen Sorgen fertig werden muss, ist schwierig: Das Mädchen vom Berg wird in der Stadt nie heimisch, saugt jedoch mit Fleiss und Begeisterung das Bildungsangebot des Seminars auf. Wie erholsame Inseln sind jeweils die Ferienaufenthalte daheim, in der Familie, in den vertrauten Bergen.

Einen bedeutenden Beitrag leistete Erich Blatter, der den Mundarttext in die – von ihm – überarbeitete Schreibweise übertragen hat, versehen mit ausführlichen Kommentaren und ergänzt mit der Entstehungsgeschichte von Maria Laubers Erzählung. In weiteren Beiträgen stellen Barbara Traber die wegweisenden Lehrkräfte vor, Rudolf Dellsperger den religiösen Konflikt und Lucien Criblez die Lehrerinnen Ausbildung der Seminaristin.“
Quelle: https://kulturgutstiftung.ch/aktuell/

U jitz stiit ds Chüngi vur syr iigete Schuel

Mit diesen Worten beginnt das Kapitel ‚Di jungi Leäreri‘ in Chüngold in dr Stadt. Es war der 11. April 1910, als die junge Maria Lauber in ihre neue Schulstube trat, und es war in Adelboden, genauer im Dorfteil Stigelschwand. Das dortige Schulhaus ist 2010 – 100 Jahre später – aufgehoben worden; es hat Maria Lauber nicht glücklich gemacht. Den Weg vom Dorf unter der Fluh durch ins Seitental beschreibt sie euphorisch, die Erfahrung mit den Schülern ist jedoch bis zum Schluss nicht glückhaft. Ein Jahr später wählt die Schulbehörde sie nicht auf diese Schule, ein Lehrer wird der Lehrerin vorgezogen. So verlässt sie im April 1911 das Dorf.

Nur kurz bleibt sie in ihrem Elternhaus in Prasten, bevor sie ihre nächste Schulstube im Emmental betreten wird.

Elternhaus von Maria Lauber in Prasten ob Frutigen und Erinnerungstafel

Die Mundartdichterin

Maria Lauber war zwar stark im Frutigland verwurzelt, ihre Bedeutung als Mundartdichterin geht aber weit über dieses Tal hinaus. Davon zeugen nicht zuletzt die Veranstaltungen, die anlässlich des neuen Buches stattfinden:

Die Anlässe zu Maria Lauber und «Chüngold in dr Stadt»

* Sonntag, 25. Juli 2021:
 Schloss Heidegg (AG), 14 Uhr  19. Schweizer Mundarttag – Barbara Traber stellt dort «Chüngold in dr Stadt» vor.
* Samstag, 23. Oktober 2021: Heimisbach, Chrummholzbad,  16 Uhr, Simon Gfeller Stiftung –  Lesung mit Andreas Wäfler und Moderation Urs Gilgien
* Samstag, 6. November 2021: Kirchgemeindehaus Frutigen, 16 Uhr, Kulturgutstiftung Frutigland – Silvia Zurbrügg liest Texte – Konzert mit Christoph Trummer und Nadja Stoller 
* Freitag, 19. November 2021: Bibliothek Spiez – «Chüngold in dr Stadt», Andreas Wäfler liest Texte, Barbara Traber beleuchtet wichtige Impulse der Deutschlehrerin, Emma Graf, auf Maria Lauber.

Mehr noch zu Maria Lauber …

  • In der Rubriken ‚Maria Lauber‘ und ‚Aktuell‘ finden sich auf der Webseite der –> Kulturgutstiftung Frutigland verschiedene vertiefende Informationen zu Leben und Werk von Maria Lauber.

Und dieser Blog ‚Adelboden – Geschichte und Geschichten‘ befasst sich seit 2008 in mehreren Beiträgen mit der Dichterin, z.B.:

… und zu Schulen in Adelboden

.

Fremdsprache

Kaum zu glauben, aber wahr: Je weiter in die Täler hinein, umso schwieriger scheinen die Dialekte im Schweizer Mittelland verständlich zu sein.
Ein Beispiel? Die NZZ am Sonntag bringt eines in der Ausgabe vom 4.10.2020:

Jürg Grossen, Exot, wird seinerseits trotz einfacher Sprache gar nicht verstanden. Der Chef der Grünliberalen machte am Freitag zur Ankündigung seines «Arena»-Auftritts ein Kurzvideo. Darin sagte er in singendem Frutigländer Dialekt, der Rahmenvertrag sei der entscheidende «Buuschti» für die Europapolitik. «Arena»-Moderator Sandro Brotz aus little big Zurich verstand Grossen indes nicht richtig. Er machte aus dem soliden Berner Oberländer Baustein einen zürcherisch-hippen «Booster». Wir lernen: Zu einfach ist auch wieder schwierig.“

Dass dies keine Überraschung ist, kann im Beitrag von Franziska Zimmermann im soeben erschienenen neuen Heimatbrief Nr. 81 nachgelesen werden. Hier ein paar Auszüge aus dem Artikel für eine erste Erklärung:

“ «Un es verzennt mich hüt nuch z’gah, i ds Entschligtal embruehi.»
Dies sind die ersten zwei Zeilen aus dem «Lied aus Adelboden» von Jakob Aellig … .

Später habe ich zwei Strophen dieses Liedes im Rahmen eines Referats vorgetragen und dabei festgestellt, dass die zumeist Berndeutsch sprechenden Zuhörer den Adelbodner Dialekt nicht verstanden haben, obwohl er eine Variation des Berndeutschen ist. Welche Besonderheiten muss dieser Dialekt also aufweisen, dass er bereits im Berner Mittelland so schwer zu verstehen ist?  ….

Aber wo genau liegen jetzt die Besonderheiten des Adelbodner Dialekts? Im Adelbodner Dialekt weisen vor allem Aussprache, insbesondere die Aussprache der Vokale, sowie Wörter, Redensarten, Namen und Sprachmelodie einige Auffälligkeiten auf. …

Eine … Besonderheit des Adelbodnerischen ist die besonders melodiöse Sprechweise. Dieser Tonfall kommt unter anderem durch die einfache Aussprache der Doppelkonsonanten l, m und n zwischen den Vokalen zustande. Dazu folgendes Beispiel aus den «Oberländer Mundarten»: I ha wele warte, wil i gsinet ha, du cheemischt no. …

Es scheint … nicht nur die Aussprache zu sein, die den Adelbodner Dialekt schwer verständlich, aber auch einzigartig macht, sondern auch die Wörter. … “
Ein paar Beispiele liefert Franziska Zimmermann sogleich:
„Chällermoera (Ungeziefer, Kellerassel), Juzbächer (spasshaft für Nachttopf), Pätsch (grosse Menge), tschuble (an den Haaren ziehen), üwéeg (schlecht passierbar, unpraktisch, Gegenteil von lieb), Tuttel (gutmütiger Mensch), Weschi (ungezogener Junge), Tschabi (jemand, der zwei linke Hände hat).“

Das – in wenigen Ausschnitten des Artikels – eine kurze Übersicht zum Thema Adelbodetütsch als „Fremdsprache“.
Mehr erfährt man im Artikel oder in der Originalarbeit der Autorin, die im Dorfarchiv eingesehen werden könne.
Im Verzeichnis des Dorfarchivs (Stand 14.2.2018) findet sie sich noch nicht, aber eine direkte Anfrage dürfte Interessierte zum Ziel führen..

Abstimmungsrezept

Die Resultate einer Abstimmung sollen für jede Gemeinde schön individuell und versehen mit Worten präsentiert werden?
Eine mehr als zweitausendfache Aufgabe, die Tage dauert. Es sei denn man rufe einen Textroboter zu Hilfe.

Und das geht dann so:

Man nehme eine Tabelle, etwa die zur Selbstbestimmungsinitiative,

aber im Format csv:
Adelboden;2’668;1’507;56.5;22;0;1’485;865;620;58.2

Dann bereite man für verschiedene, aber wohldefinierte  Fälle Textschnippsel vor.

Und das alles schütte man in ein Computerprogramm, das zudem noch ein paar Wahlmöglichkeiten offeriert, wie Name der Gemeinde oder eigene Abstimmungspräferenzen.

Und fertig ist das Werk, 2222-fach und quasi augenblicklich.

So geschehen bei der Volksabstimmung vom 25.11.2018 durch den Textroboter der Tamedia mit dem niedlichen (verniedlichenden) Namen Tobi.

Und das sagt er zu den Resultaten Adelbodens:

Wenn ich angebe, gleicher Meinung wie die Adelbodner Mehrheit zu sein, beginnt er etwas anders:

Und wenn ich ganz anderer Meinung zu sein anngebe, tröstet er mich (sprachlich nicht ganz korrekt) mit diesem Anfang und fährt dann weiter wie zuvor:

Tamedias Tobi

Publiziert haben der Tagesanzeiger und weitere aus der Tamediagruppe diese Texte noch am Abstimmungssonntag:

Und dort ist auch ganz kurz die Arbeitsweise von Tobi beschrieben.

Tobi or not Tobi …

Die Konsequenzen, welche  diese – nicht erstmals angewandte – Automatisierung im Journalismus haben wird, dürften nicht ganz harmlos sein. Mehr Zeit für vertieften Journalismus oder weniger Journalistinnen und Journalisten?

Mehr dazu auch hier und hier.

Wörter – mehr als Wörter

Sprache, meine eigene Sprache ist mehr als ein blosses Verständigungsmittel. In der Sprache fühlt man sich zuhause und verbunden mit anderen derselben Sprache. Sprache schafft Identität.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass Wörterbücher eine Sprache dokumentieren. 

Ein Klassiker unter den Wörterbüchern aus dem Bernbiet ist das „Berndeutsche Wörterbuch“. Otto von Greyerz hat den Grundstein gelegt und Ruth Bietenhard hat darauf weitergearbeitet und es 1976 in erster Auflage publiziert (von Greyerz, Otto / Bietenhard, Ruth: Berndeutsches Wörterbuch. Bern 1976. 10. Aufl. ebd. 2017).
Das Vorwort zur ersten Auflage illustriert die Geschichte des Werkes:
„Bereits 1904 veröffentlichte Otto von Greyerz ein kleines berndeutsches Wörterbuch als erweiterten Sonderdruck der Wörtersammlung in seiner Deutschen Sprachschule für Berner (1900). In seinen letzten Lebensjahren ordnete er dann sein gesamtes, seit Jahrzehnten gesammeltes berndeutsches Wortmaterial zu einem umfangreicheren Wörterbuch. In einem Brief an Simon Gfeller vom 17. September 1937 schrieb er: «Mein Wörterbuch soll natürlich bei weitem kein allumfassendes Verzeichnis aller bernischen Tier- und Pflanzennamen enthalten, sondern nur, wie es der Untertitel angibt: Wörterbuch der heutigen Mundart der Stadt Bern und ihrer weiteren Umgebung [sein), womit ich das Türchen öffne, um Wörter aufzunehmen, die zwar auf dem Lande bodenständig sind, aber doch auch in der Stadt verstanden und gebraucht werden. Ein Wörterbuch ist niemals vollständig, man mag sich umtun, wie man will» (Briefwechsel, Francke Verlag, Bern 1957, s. 271).

Eine Besonderheit findet sich im Anhang. Dort wird umgekehrt vorgegangen: Ein schriftdeutsches Wörterverzeichnis hilft beim Übersetzen von z.B. Eimer zu Chübel oder Heuschrecke zu Heugümper. 


Ein interessantes Beispiel, dessen Entstehung mitverfolgt werden kann, ist das „Wörterbuch zu den Werken Maria Laubers“ erarbeitet und zusammengestellt von Erich Blatter. Es wird parallel zur ebenfalls von Erich Blatter bearbeiteten Neuauflage von Werken Maria Laubers aufdatiert und online zur Verfügung gestellt, jeweils in der aktuellsten Version. Sein Anspruch ist ein wissenschaftlicher und entsprechend detailliert sind die einleitenden Erläuterungen und die jeweiligen Angaben zu einem Wort – einschliesslich von Satzbeispielen aus Werken von Maria Lauber.
Zusätzlich ist vom selben Autor – ebenfalls online verfügbar – ein ausführlicher Text  verfasst worden „Zur Schreibweise des Frutigdeutschen im Werk Maria Laubers samt einigen Bemerkungen zur Aussprache“. 


Schon etwas älter ist das „Adelbodetütsch“ von Jakob Aellig/Christian Bärtschi, in erster Auflage 2002 erschienen. Das Vorwort von C. Bärtschi zeigt den Stellenwert einer solchen  Sammlung und die Notwendigkeit einer ständigen Aktualisierung:
„Wir leben in einer Zeit kultureller Einebnung. Unter dem Stichwort der Globalisierung verschwinden Unterschiede, und sprachliche Ausdrucksweisen gleichen sich an. Auch die Adelbodner-Mundart ist davon bedroht; viele früher gebrauchte Wörter und Begriffe geraten in Vergessenheit. Jakob Aelligs reichhaltige Sammlung adelbodendeutscher Ausdrücke ist in diesem Sinne von unschätzbarem Wert. Ihre Veröffentlichung ist eine kulturelle Tat, ein Meilenstein in der volkskundlichen Forschung unseres Tales. Natürlich kann eine solche Zusammenstellung niemals vollständig sein. Vorliegendes Büchlein möchte vielmehr anregen, weitere Perlen mundartlichen Ausdrucks zu sammeln und das bereits vorliegende Material zu ergänzen. „

Die erwähnten Ergänzungen sind in den folgenden zwei weiteren Auflagen denn auch erfolgt und von einer weiteren Ausgabe wird aktuell gesprochen.

 


Ueche, obsi oder embruuf – mit Mundart geht es aufwärts

Diese drei Wörterbücher sind nur ein Tropfen auf dem Wortgestein, wie es das Schweizerische Idiotikon , das Schweizerdeutsche Wörterbuch, dokumentiert .

Ein sagenhaftes Interview

Sagen sagen nicht die Wahrheit über Ereignisse. Oder nur ein klein wenig und der Rest enthält fantastische, manchmal gruselige, manchmal liebevolle Erklärungen, oft noch mit pädagogischer Absicht. Und fast jeder Ort hat seine lokal ausgeschmückten Sagen, die von Genration zu Generation weitergegeben und weiterentwickelt werden.

So auch Adelboden, und da sind sie nun in einem Buch gesammelt: „Sagenhaftes aus Adelboden“, herausgegeben von Christian Bärtschi und illustriert vom lokalen Künstler Björn Zryd.

 

Vorgestellt wurde das Buch anfangs September 2018 am Jubiläumsanlass zum Dorfarchiv Adelboden. Da auch hat der Illustrator in folgendem Interview zu einer seiner Illustrationen und zu seinem Verständnis von Sagen Stellung genommen.

..

                        (Am besten im Vollbilmodus zu betrachten)


Hier auf der Webseite von Björn Zryd gibt es  alle sechs Illustrationen des Buches in Farbe:

Das Buch ist im Adelbodner Buchhandel erhältlich.

Neuausgabe von Chüngold ist da

Die von Erich Blatter – dem Biographen von Maria Lauber –  nahe an der Erstausgabe von 1950  neu bearbeitete und kommentierte Ausgabe von Chüngold ist fertiggestellt. Herausgeggeben von der Kulturgutstiftung Frutigland erscheint sie im Oktober 2018.

Im Buchhandel ist Chüngold zusammen mit einer CD erhältlich. Gelesen werden auf der CD die beiden ersten Kapitel durch Luise Schranz-Hari und Andreas Wäfler.

Anlässe zu dieser Neuausgabe sind auf der –> Website der Kulturgutstiftung Frutigland angezeigt.

Am Radio

In Zusammenhang mit der Neausgabe des autobiographischen Werks von Maria Lauber hat Radio SRF 1 am 30.  August 2018 eine Sendung mit Tonbeispielen und einem erhellenden, nicht unkritischen  Interview mit Erich Blatter gesendet. Zum –> Nachhören.

 

Ein Jubiläum: 10 Jahre Dorfarchiv Adelboden

10 Jahre Dorfarchiv Adelboden

Nach zehn Jahren unermüdlichen Engagements darf gefeiert werden. Das Programm für den Jubiläumsanlass ist vielfältig und wird beachtet:

Ab 10 Uhr ermöglichen kleine Workshops einen Einblick in das, was es im Archiv zu tun und zu sehen gibt.
Und dann um 14 Uhr ist es soweit: Liebe Gäste, seid begrüsst.Jakob Pieren macht als Präsident der Stiftung Dorfarchiv die Begrüssung der Gäste im Kirchgemeindehaus Adelboden.

Auch die  Politik ist mit dem Obmann der Gemeinde dabei:

Markus Gempeler überbringt dem Dorfarchiv mit den lange gesuchten, der Gemeinde kürzlich vermachten alten Glasscheiben (Schliffscheiben)  aus dem Bircherhaus ein wertvolles Gut zur Bewahrung.

 

Dann geht es zur (Archiv)Sache. Thomas Schmid vom Burgerarchiv Bern erläutert, was Archive wertvoll macht und welche es landauf landab gibt. Dabei gilt das Adelbodner Dorfarchiv als ganz besonders reichhaltig und sorgfältig geführt.

 

Es bleibt nicht bei Worten. Für musikalische Einlagen sorgt Regula Gerber in drei Einlagen mit je anderen Instrumenten.

Teil 2: Vernissage des Sagenbuchs

Das Jubiläum des Dorfarchivs wird ergänzt durch die Vorstellung des gerade erscheinenden neuen Buches zur Adelbodner Sagenwelt: Sagenhaftes aus Adelboden (erhältlich im Adelbodner Buchhandel).

Christian Bärtschi stellt das Buch vor, mit Beispielen. Das Werk lebt nicht nur von Adelbodner Sagen, sondern auch von Illustrationen des Adelbodner Künsters Björn Zryd.

Björn Zryd mit Toni Koller vor den Illustrationen im Sagenbuch.

 

MundArt

Es ist nicht so, dass alles Mundartliche nur zu alten Schriften gehören oder von älteren Jahrgängen bloss für ihre Erinnerungen Anwendung finden würde. Mundart ist und kann vielmehr. Sie lebt und ist auch eine Kunstgattung – ist MundArt.

Jimmy U. Schnidrig beweist dies in seinem Buch

Schnydrig-Titelei

Inhalt

Das Inhaltsverzeichnis macht gluschtig. Ein Verzeichnis von Wörtern gefolgt von kurzen Geschichten zum Dessert:

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Bestellen

Bestellen kann man das Buch hier auf tutti.ch

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Hintergrund

Und wer noch mehr wissen will, findet das in diesem Arikel

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Quelle:tutti.ch

Gehört – Geschrieben. Maria Lauber Muetersprach

Dialekte (Mundart) haben in der Regel keine gleichermassen standardisierte Schreibweise wie die Hochsprachen.

So kommt es zu unterschiedlichen Schreibweisen, die den Vertreter/innen der entsprechenden Mundart in der Regel keine Schwierigkeiten bieten, kennen sie doch die jeweils gemeinte Aussprache aus ihrer Erfahrung. Anders die Nicht-Dialektgewohnten; sie brauchen Regeln.

Für das Frutig- und Adelbodendeutsch hat Annemarie Hari eine umfassende Abhandlung dazu verfasst, die 1988 im Rahmen und Verlag der Wycliff-Übersetzer erschien.

2015-02-05_adelbodedeutsch.

Mi Muetersprach

Wie sich Schreibweisen unterscheiden, demonstriert Maria Laubers Gedicht „My Muetersprach“. Einmal in der Fassung der Gesammelten Werke, 1965, Bd.1, p.9 und einmal in der Fassung gemäss der Schreibweise Annemarie Haris (p.5).

2015-02-05_Muetersprach-GedichteBd1Maria Lauber, Gesammelte Werke, Bd.1

2015-02-05_Muetersprach-Harinach Annemarie Hari, Wie ma …, 1988

Wörter, Wörter ..

Der Heimatbrief (hier die Nr.75, p. 43) bringt immer wieder Hinweise auf wenig bekannte lokale Wörter, z.B. aus dem Umfeld des Alp- und Weidewesens:

Der Raaghubel

Raaghubel (rn) kleine Bodenerhebung, v.a. in den Lägern (Alp), auf der hartes Gras wächst, das von den Kühen nicht gefressen wird.
Entsteht an Stellen, an denen Kuhdung auf dem Boden liegen geblieben ist.
(Kobi Burn, 3.10.13)