Archiv der Kategorie: Sprache

Ein sagenhaftes Interview

Sagen sagen nicht die Wahrheit über Ereignisse. Oder nur ein klein wenig und der Rest enthält fantastische, manchmal gruselige, manchmal liebevolle Erklärungen, oft noch mit pädagogischer Absicht. Und fast jeder Ort hat seine lokal ausgeschmückten Sagen, die von Genration zu Generation weitergegeben und weiterentwickelt werden.

So auch Adelboden, und da sind sie nun in einem Buch gesammelt: „Sagenhaftes aus Adelboden“, herausgegeben von Christian Bärtschi und illustriert vom lokalen Künstler Björn Zryd.

 

Vorgestellt wurde das Buch anfangs September 2018 am Jubiläumsanlass zum Dorfarchiv Adelboden. Da auch hat der Illustrator in folgendem Interview zu einer seiner Illustrationen und zu seinem Verständnis von Sagen Stellung genommen.

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                        (Am besten im Vollbilmodus zu betrachten)


Hier auf der Webseite von Björn Zryd gibt es  alle sechs Illustrationen des Buches in Farbe:

Das Buch ist im Adelbodner Buchhandel erhältlich.

Neuausgabe von Chüngold ist da

Die von Erich Blatter – dem Biographen von Maria Lauber –  nahe an der Erstausgabe von 1950  neu bearbeitete und kommentierte Ausgabe von Chüngold ist fertiggestellt. Herausgeggeben von der Kulturgutstiftung Frutigland erscheint sie im Oktober 2018.

Im Buchhandel ist Chüngold zusammen mit einer CD erhältlich. Gelesen werden auf der CD die beiden ersten Kapitel durch Luise Schranz-Hari und Andreas Wäfler.

Anlässe zu dieser Neuausgabe sind auf der –> Website der Kulturgutstiftung Frutigland angezeigt.

Am Radio

In Zusammenhang mit der Neausgabe des autobiographischen Werks von Maria Lauber hat Radio SRF 1 am 30.  August 2018 eine Sendung mit Tonbeispielen und einem erhellenden, nicht unkritischen  Interview mit Erich Blatter gesendet. Zum –> Nachhören.

 

Ein Jubiläum: 10 Jahre Dorfarchiv Adelboden

10 Jahre Dorfarchiv Adelboden

Nach zehn Jahren unermüdlichen Engagements darf gefeiert werden. Das Programm für den Jubiläumsanlass ist vielfältig und wird beachtet:

Ab 10 Uhr ermöglichen kleine Workshops einen Einblick in das, was es im Archiv zu tun und zu sehen gibt.
Und dann um 14 Uhr ist es soweit: Liebe Gäste, seid begrüsst.Jakob Pieren macht als Präsident der Stiftung Dorfarchiv die Begrüssung der Gäste im Kirchgemeindehaus Adelboden.

Auch die  Politik ist mit dem Obmann der Gemeinde dabei:

Markus Gempeler überbringt dem Dorfarchiv mit den lange gesuchten, der Gemeinde kürzlich vermachten alten Glasscheiben (Schliffscheiben)  aus dem Bircherhaus ein wertvolles Gut zur Bewahrung.

 

Dann geht es zur (Archiv)Sache. Thomas Schmid vom Burgerarchiv Bern erläutert, was Archive wertvoll macht und welche es landauf landab gibt. Dabei gilt das Adelbodner Dorfarchiv als ganz besonders reichhaltig und sorgfältig geführt.

 

Es bleibt nicht bei Worten. Für musikalische Einlagen sorgt Regula Gerber in drei Einlagen mit je anderen Instrumenten.

Teil 2: Vernissage des Sagenbuchs

Das Jubiläum des Dorfarchivs wird ergänzt durch die Vorstellung des gerade erscheinenden neuen Buches zur Adelbodner Sagenwelt: Sagenhaftes aus Adelboden (erhältlich im Adelbodner Buchhandel).

Christian Bärtschi stellt das Buch vor, mit Beispielen. Das Werk lebt nicht nur von Adelbodner Sagen, sondern auch von Illustrationen des Adelbodner Künsters Björn Zryd.

Björn Zryd mit Toni Koller vor den Illustrationen im Sagenbuch.

 

MundArt

Es ist nicht so, dass alles Mundartliche nur zu alten Schriften gehören oder von älteren Jahrgängen bloss für ihre Erinnerungen Anwendung finden würde. Mundart ist und kann vielmehr. Sie lebt und ist auch eine Kunstgattung – ist MundArt.

Jimmy U. Schnidrig beweist dies in seinem Buch

Schnydrig-Titelei

Inhalt

Das Inhaltsverzeichnis macht gluschtig. Ein Verzeichnis von Wörtern gefolgt von kurzen Geschichten zum Dessert:

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Bestellen

Bestellen kann man das Buch hier auf tutti.ch

tutti

Hintergrund

Und wer noch mehr wissen will, findet das in diesem Arikel

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Quelle:tutti.ch

Gehört – Geschrieben. Maria Lauber Muetersprach

Dialekte (Mundart) haben in der Regel keine gleichermassen standardisierte Schreibweise wie die Hochsprachen.

So kommt es zu unterschiedlichen Schreibweisen, die den Vertreter/innen der entsprechenden Mundart in der Regel keine Schwierigkeiten bieten, kennen sie doch die jeweils gemeinte Aussprache aus ihrer Erfahrung. Anders die Nicht-Dialektgewohnten; sie brauchen Regeln.

Für das Frutig- und Adelbodendeutsch hat Annemarie Hari eine umfassende Abhandlung dazu verfasst, die 1988 im Rahmen und Verlag der Wycliff-Übersetzer erschien.

2015-02-05_adelbodedeutsch.

Mi Muetersprach

Wie sich Schreibweisen unterscheiden, demonstriert Maria Laubers Gedicht „My Muetersprach“. Einmal in der Fassung der Gesammelten Werke, 1965, Bd.1, p.9 und einmal in der Fassung gemäss der Schreibweise Annemarie Haris (p.5).

2015-02-05_Muetersprach-GedichteBd1Maria Lauber, Gesammelte Werke, Bd.1

2015-02-05_Muetersprach-Harinach Annemarie Hari, Wie ma …, 1988

Wörter, Wörter ..

Der Heimatbrief (hier die Nr.75, p. 43) bringt immer wieder Hinweise auf wenig bekannte lokale Wörter, z.B. aus dem Umfeld des Alp- und Weidewesens:

Der Raaghubel

Raaghubel (rn) kleine Bodenerhebung, v.a. in den Lägern (Alp), auf der hartes Gras wächst, das von den Kühen nicht gefressen wird.
Entsteht an Stellen, an denen Kuhdung auf dem Boden liegen geblieben ist.
(Kobi Burn, 3.10.13)