Mastenland

Wenn Touristen und Skifahrende bequem auf Berge gelangen wollen, dann braucht es Bahnen und – auch für deren Antrieb – Energie. Und für beides geht es nicht ohne die nötigen Infrastrukturen: Masten und Leitungen.

Kein Wunder also, dass es in Adelboden davon einige gibt.

Mehr davon hier
–>> http://wp.me/s8haEJ-mast 
und ein Click auf ein rundes Foto öffnet die Galerie mit Vergrösserungen.

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4,3 von 5

Getestet wird heute alles, auch – und ncht erst 2016 – Skigebiete.

Bei einem grösseren Test anhand von 18 Kriterien durch skiresort.de schneidet Adelboden/Lenk – Chuenisbärgli/Silleren/Hahnenmoos/Metsch mit 4,3 von maximal 5 Punkten ab und schafft es mit spezieller Erwähnung auf die mit Skigebieten gespickte Schweizerkarte.

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Hier einige Details zur Bewertung:

snip_ski-adelboden

Das Ganze gibt es hier: http://www.skiresort.de/skigebiet/adelbodenlenk-chuenisbaerglisillerenhahnenmoosmetsch/testbericht/.

Engstligenalp schneidet in diesen Kriterien weniger gut ab. Aber wenn man die Ambiance höher bewerten würde, dann …

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Geschichte und Geschichten aktuell im Radio

Radio SRF Kultur widmet am 2. Februar 2016 ein Sendung dem Wintertourismus und hat als Standort für die Berichte Adelboden, genauer den klimawarmen Dorfplatz ausgesucht.

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Spannende Geschichten aus der jüngeren und älteren Adelbodmer Geschichte ergänzen das Ganze, erzählt von Toni Koller. So zu den amerikanischen Piloten, die luxuriös im Kurort strandeten, zum Alpenbad mit Fragezeichen oder zur mächtigen Stellung der Gelben im Dorf und zu den lieben braunen Kühen, die zur Rettung der Landschaft beitragen..

Morgenröte des Adelboden Tourismus

„In einem Bauernhaus auf dem Schlegeli, dem Ortsteil am Nordrand des Kurortes Adelboden, verbrachten im Sommer 1873 die ersten Feriengäste ihren Sommerurlaub. Münsterpfarrer Karl Rohr aus Bern hatte ein Jahr zuvor mit Schulmeister Christian Hari (1834 – 1897) vereinbart, in Haris Wohnhaus ein paar Stuben für die Familie Rohr mit Anhang herrichten zu lassen. Der Pädagoge (mit einem Jahreslohn von 150 Franken) und der Prediger am Berner Münster standen zu den getroffenen Abmachungen und hoben damit das heutige Hotel Hari im Schlegeli aus der Taufe.“

So steht es in der von Jakob Aellig 1998 verfassten Festschrift zum 125 Jahr-Jubiläum des Hotels Hari im Schlegeli 1873-1998.
Manch eine interessante historische Begebenheit findet sich darin … auch dass die Kochkunst ein wesentlicher Erfolgsfaktor darstellt. Und dazu hat gleich bei der Gründung die langjährige einheimische Köchin Margritha Germann-Hari beigetragen.

Text und Bild aus der Festschrift von 1998 -> mehr dazu.

Zum frühen Tourismus auch: Ernst Lauterburgs Ferientagebuch von 1883

Aus Ernsts Ferientagebuch (5), 26.9.1876: Zum Pochtenkessel

Aus: Adelbodmer Heimatbrief, Nummer 20, Februar 1964, Seite 14.

Dienstag, den 26. September 1876: Wir beschlossen, ins Cholerenloch und zum Pochtenkessel zu gehen. Herr Hari begleitete uns noch bis zur Methodistenkapelle. Dort schwenkten wir rechts ab und gelangten nach langem Laufen zum verhängnisvollen Steg, welcher zur Freude mehrerer anwesenden Damen und Jungfrauen und Fräuleins jetzt mit Lehnen versehen war. Diesen gefährlichen Pass glücklich überschritten, stiessen wir auf neue Schwierigkeiten, nämlich der bekannten Halde beim Cholerenloch. Es ist dies eine Matte unten an der Tropfstein-Felswand, welche jetzt ganz hinuntergerutscht ist und nur noch ein flüssiger Kot zurückbleibt. Uber diesen mussten wir gehen, um in das Loch hinabsteigen zu können. Am Ende der Halde waren Bäume, an denen man sich nur im Falle der Not halten konnte, da sie auch ganz unterfressen sind. Nach langer Mühe mit den Fräuleins mit ihren 117 Röcken und „Gloschli“, kamen wir in die Schlucht. Diesmal konnten wir ziemlich weit in die Schlucht vordringen, da wenig Wasser war. Wir warfen Steine hinein, dass es donnerte, und schrien hinein, was ein prächtiges Echo zur Folge hatte.

Nachher steuerten wir dem Pochtenkessel zu, einem oder dem interessantesten Naturwunder in der Gegend. Es bildet sich hier nämlich ein Wasserfall, der sich durch zwei Felsschluchten hinunterpresst. Um diesen Fall eigentlich gut betrachten zu können, muss man auf den Bauch liegen, und jemand hielt einen bei den Füssen, damit man nicht das Gleichgewicht verliert. Wir schritten nun über die Brücke aus Tannen, um den Fall besser betrachten zu können. Herr Rohr verglich dieses Naturwunder mit der Viamala. Auch bemerkte Herr Haarbeck, wenn dieses z. B. in Grindelwald oder Wengen oder sonst an einem kultivierten Ort wäre, so stünde schon ein Hotel dabei, und der Eintritt müsste bezahlt werden.“

(Aus dem Tagebuch von Ernst Lauterburg)