In Zeitschriften stöbern

Das Konsortium Schweizer Hochschulbibliotheken ist daran,  Zeitschriften digital zu erfassen und im Internet anzubieten. Im seals-Portal sind gegenwärtig bereits verfügbar:

  • Zeitschriften: 40
  • Bände: 979
  • Artikel: 60193
  • Seiten: 674238

seals steht für swiss electronic academic librarry service und ist unter http://retro.seals.ch/digbib/home  erreichbar.

Auch zu Adelboden findet sich Interessantes, so z.B. in der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte von 1979 ein Hinweis, wie die Frauen den Männern beim Heuzug jeweils geholfen haben (und noch helfen?).  Und dies im Artikel: Inneralpine Transportprobleme und kulturelle Lösungsmuster; Alltagsstrukturen und einfache Techniken von Robert Kruker.

Stöbern Sie selbst, das Angebot wird laufend ausgebaut.

Beispiel für die Suche nach Adelboden:

seals-adelboden

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Adelboden: Gefahren und Risiken

Aus dem neuen Risikobericht „Naturgefahrenmanagement Adelboden“ (JAnuar 2009):

“ Die Gefahrenkarte für die Gemeinde Adelboden liegt seit dem Jahr 2003 vor. Sie zeigt, dass viele Objekte in Gefahrenbereichen liegen. Um nicht nur die Gefahren, sondern auch die damit verbundenen Risiken (zu erwartende Sach- und Personenschäden in Frankenwerten) zu kennen, ist eine Risikoanalyse notwendig. …..  
Die Risikoanalyse wurde für die Prozesse Überflutung/Übersarung und Murgang, Sturzgefahren, Hangmuren und Lawinen durchgeführt.  …. 
Die Risikoanalyse zeigt klar, dass die Hauptrisiken in Adelboden von den Wassergefahren ausgehen. Die im gesamten Projektperimeter aufsummierten Risiken (zu erwartende Sach- und Personenschäden pro Jahr) betragen für die Wassergefahren rund 1 Mio. CHF, für die Hangmuren rund 400’000 CHF und für die Sturz- und Lawinenprozesse je rund 50’000 CHF pro Jahr. Der Anteil der Personenrisiken ist je nach Prozess unterschiedlich. Am grössten ist er bei den Lawinenprozessen (75 %), gefolgt von den Sturzprozessen mit 70%. Deutlich geringer sind die Anteile der Personenschäden bei den Wasserprozessen (27%) und bei den Hangmuren (14%).

Das Massnahmenspektrum ist naturgemäss breit und prozessabhängig:

Für die Wassergefahren stehen insbesondere für den Uelisgraben und den Schrenzigraben ein Geschieberückhalt an geeigneter Stelle und ein begleitender Gerinneausbau im Vordergrund.

Bei den Sturzprozessen sind grössere Verbauungen mit Steinschlagschutznetzen die zweckmässigste und günstigste Lösung. Damit kann das Risiko massiv reduziert werden.

Bei den Hangmuren, die weite Teile des Perimeters betreffen, sind integrale Massnahmen aus heutiger Sicht schwierig zu realisieren. Im Vordergrund stehen Objektschutzmassnahmen für die am meisten gefährdeten Objekte. Konkrete Massnahmen müssen am jeweiligen Standort beurteilt werden.

Bei den Lawinen wurden seit den 1950er Jahren grosse Anstrengungen zur Risikoreduktion unternommen. Die bestehenden Schutzdefizite beim 300-jährlichen Ereignis können durch vorsorgliche organisatorische Massnahmen (temporäre Evakuationen in Zeiten akuter Lawinengefahr) auf ein tolerierbares Restrisiko (vor allem Sachwerte) reduziert werden. Somit besteht bezüglich Lawinenschutzmassnahmen kaum Handlungsbedarf.“

Mehr dazu (Auszug aus dem hier zitierten Bericht und Karten) finden sich unter www.3715.ch

Der Perimeter des Untersuchungsgebietes:

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575 Jahre Kirche Adelboden

Anlässlich der Feier zum 575. Jahrestag der Kirche Adelboden am 9. November 2008 haben Alfred Gutknecht und Albert Schranz eine informative Broschüre zur Geschichte dieser Kirche herausgegeben.

575 Jahre Kirche Adelboden
575 Jahre Kirche Adelboden

Aus dem Inhalt:

  1. Vorwort
  2. Von den Anfängen der Kirche um 1433
  3. Zur Zeit der Reformation
  4. Im 17. und 18. Jahrhundert
  5. Im 19. Jahrhundert
  6. Im letzten Jahrhundert
  7. Heute
  8. Schlusswort
  9. Quellenverzeichnis

Schlusswort: „Die Adelbodnerkirche, im Zentrum des Dorfes mit seinen Betriebsamkeiten, scheint auch heute immer noch ein Ort der Stille, der Besinnung und Begegnung zu sein“ (Seite 31)

Bezugsquelle der Büchleins 575 Jahre Kirche Adelboden
Tourist Center Adelboden und Foto Klopfenstein AG zum Preis von Fr. 6.-
oder per Post direkt beim Verfasser Alfred Gutknecht, Zelgstrasse 22, 3715 Adelboden
(Adressiertes und frankiertes Antwortcouvert C5 plus Fr. 6.- in Briefmarken)

In der Kirche

Aus: Margrit Fankhauser, Ein paar Körner Salz, Berchtold Haller Verlag, Bern, 1995

„Die Kirche in meinem Heimatdorf war schon immer recht dunkeI. Vor gut fünfzig Jahren hat man die Fenster im Chor mit starkfarbigen und modernen Glasmalereien versehen, die im Licht der Morgensonne wunderbar leuchten, aber dem Raum einen grossen Teil der Helle nehmen. Und nun war wieder renoviert worden. Auf Anweisung der Denkkmalpflege mauerte man die Fenster an der Rückwand zu. Die Kirche ist ohne künstliiches Licht nicht mehr benützbar.

Als ich, aus der Helle des Nachmittags kommend, den Raum betrete, kann ich erst überhaupt nichts sehen. Mühsam taste ich mich im Dunkeln vor, erreiche die Lehne eines Stuhls und tappe dann vorsichtig gegen das Chor, wo es etwas heller ist. Dort setze ich mich auf eine Bank.

Das Elektrische zünde ich nicht an. Ich will ja nicht die Kirche besichtigen, nur ein wenig ausruhen und über meine Probleme nachdenken.

Es ist still hier drinnen. Die Geräusche der Autos dringen nur gedämpft durch die Mauern. Hie und da knackt es im Turm.

Nach einer halben Stunde sehe ich auf. Ein Sonnenstrahl fällt von rechts durch das schmale Fenster und erleuchtet den Platz vor dem Chor. Eigentlich ist es hier gar nicht so dunkel. Deutlich sehe ich die Bänke vorn, die Fliesen am Boden, und als ich mich umdrehe, ist auch der Raum hinter mir kein schwarzes Loch mehr. Ich erkenne die Holzpfosten der Empore und dahinter die weissgekalkte Mauer. Meine Augen haben sich an die Dunkelheit gewöhnt. Der vorher so finstere Raum ist wenigstens andeutungsweise überschaubar geworden.

Und mein Problem? Es ist immer noch da und doch, auch es wurde irgendwie heller. Ich weiss jetzt wieder, dass Gott lebt. Ich weiss, dass Christus auferstanden ist. Etwas vom Licht seiner Auferstehung ist in dieser halben Stunde über mir aufgegangen. Es geht mir wie dem Sänger des Psalms: »Ich dachte ihm nach, dass ich’s begreifen möchte, aber es war mir zu schwer, bis dass ich ins Heiligtum Gottes ging.« (Psalm 73) Ja, und dann lernten meine Augen in seiner Gegenwart neu sehen.“

Margrit Fankhauser

Pendlerstatistik Adelboden

Wohnort und Arbeitsplatz resp. Schulort sind nicht für alle deckungsgleich. Viele pendeln zu einem Arbeits- oder Schulort ausserhalb ihres Wohnortes.

Wie sieht dies für Adelbodnerinnen und Adelbodner aus? Wieviele pendeln aus Adelboden weg, wohin? Und: Wieviele pendeln aus anderen Gemeinden nach Adelboden? Die Volkszählungen 1990 und 2000 geben hier eine Antwort.

Pendlerstatistik Adelboden 2000, Auszug, grosses Bild

Pendlerstatistik Adelboden 1990, Auszug, grosses Bild.

Die beiden Bilder sind fotografische Auszüge aus der umfassenderen Tabelle. Die interaktiv auswählbaren, vollständigen Resultate zu Adelboden und zu allen Gemeinden der Schweiz können auf dem Portal Statistik Schweiz des Bundeamtes für Statistik (BFS) abgefragt werden,

Braucht Adelboden ein Kino ?

Aus: Adelbodmer Heimatbriefe, Nummer 12,  1959, Seiten 8-9.

„Braucht Adelboden ein Kino ?

Ja, tönt es aus Kreisen des Gastgewerbes. Wir müssen unsern Gästen etwas bieten, wenn unfreundliches Wetter ihre Stimmung trübt oder die schon bestehenden Vergnügungsstätten ihnen zu wenig Abwechslung bieten. Nein, rufen die Gegner. Ein gewöhnliches Kino wird, – ob freiwillig oder unfreiwillig, – trotz Filmzensur unter anderem auch minderwertige, wenn nicht gar anstößige Filme zeigen, die den Charakter vor allem der Jugendlichen schlecht beeinflussen, ja verderben können.

Im vergangenen Jahre (1958)wurde dem Gemeinderat ein Baubewilligungsgesuch Eur ein Gebäude mit Lichtspielsaal eingereicht. Dreihundert Stimmberechtigte aus allen Schichten der Bevölkerung ersuchten den Gemeinderat um eine ablehnende Stellungnahme. Die Behörde fand aber keinen gesetzlichen Grund, die Baubewilligung zu verweigern, der Regierungsstatthalter auch nicht, wobei eine allfällige Konzessionserteilung ausschliesslich von den Oberbehörden entschieden wurde.

Mehrheitlich sind die Adelbodmer der Ansicht, die Filmvorführungen, wie sie ab und zu im „Kreuz“ geboten werden, dürften vollauf genügen. Sollte es aber dank der in dieser Hinsicht ungenügend eingeschränkten Gewerbefreiheit doch zur Errichtung eines Lichtspielhauses kommen, würden wahrscheinlich die ungenügenden Einnahmen während der Zwischensaison einen regelmäßigen Betrieb nur in der Sommer- und Wintersaison ermoglichen. Es ist nämlich kaum dcnkbar, daß sich in unsern Bergbauern- und Arbeiterfamilien viele Leute fänden, denen man mit einer neuen Vergnügungsstätte das Geld aus der Tasche locken könnte. Hat doch ein halbes Jahrhundert Fremdenverkehr trotz vereinzelter unguter Einflüße viel weniger sittlichen Zerfall gebracht, als seinerzeit befürchtet werden mußte. Wie das zu erklären ist? Ein Hauptgrund ist wohl dieser: Hier lebt seit Jahrzehnten eine ansehnliche Schar gläubiger Christen. Verantwortungsbewußt lehnen diese nach wie vor die Errichtung neuer Vergnügungslokale ab und bekämpfen Leichtsinn und Genußsucht, eingedenk der Bitte: Führe uns nicht in Versuchung!“