4,3 von 5

Getestet wird heute alles, auch – und ncht erst 2016 – Skigebiete.

Bei einem grösseren Test anhand von 18 Kriterien durch skiresort.de schneidet Adelboden/Lenk – Chuenisbärgli/Silleren/Hahnenmoos/Metsch mit 4,3 von maximal 5 Punkten ab und schafft es mit spezieller Erwähnung auf die mit Skigebieten gespickte Schweizerkarte.

snip_ski-adelboden-karte

Hier einige Details zur Bewertung:

snip_ski-adelboden

Das Ganze gibt es hier: http://www.skiresort.de/skigebiet/adelbodenlenk-chuenisbaerglisillerenhahnenmoosmetsch/testbericht/.

Engstligenalp schneidet in diesen Kriterien weniger gut ab. Aber wenn man die Ambiance höher bewerten würde, dann …

snip_engstligenalp

Advertisements

Demnächst: Zwei Bücher

Adelboden-Buch

Aus dem Gemeinderat Adelboden August 2016

„Die Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung vom 28. November 2014 das Projekt für die Neuauflage und Fortsetzung des Adelboden-Buches gutgeheissen und der erforderliche Bruttokredit von CHF 150’000.00 bewilligt.

Das alte Buch ist bis auf den Druck des Umschlages abgeschlossen und auch die redaktionelle Fertigstellung und der Druck des neuen Buches sind auf gutem Wege. Beide Bücher sollten im November 2016 verkaufsbereit vorliegen.

Der Gemeinderat hat zum Vertrieb folgendes Vorgehen beschlossen:

 Die Durchführung der Vernissage des Adelboden-Buches Band I und des neu erstellten Buches (ab ca. 1890 bis heute), Band II, findet anschliessend an die Eröffnung der Gewerbeausstellung vom Freitag, 25. November 2016 (ca. 18.30 Uhr) statt.

 Die Bücher werden an der Gewerbeausstellung zum Kauf angeboten, ebenso an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2016. Der Verlag und Vertrieb der Bücher wird von der Gemeindeverwaltung übernommen.

Preise für die Bücher
 Altes Adelbodenbuch CHF 100.00
 Neues Adelbodenbuch CHF 50.00″

Dazu auch: http://wp.me/plgGv-eO

Verkauf ab Ende November 2016

Die Bücher können direkt bei der Gemeindeverwaltung sowie beim Photohaus Klopfenstein und bei Photo Papeterie Gyger, Adelboden, gekauft werden.

Zudem findet ein Direktverkauf der Bücher anlässlich der Adelbodner Gewerbeausstellung vom 25. bis 27. November 2016 (am Stand der Gemeinde Adelboden) und an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2016 statt.

adelbodenbuch

Adelboden Band 2: Das Inhaltsverzeichnis

Die traditionelle Welt 

Die Chronisten (Christian Bärtschi)

Die Sammlungen (Christian Bärtschi)

Die Sprache im Entschligtal (Christian Bärtschi)

Das kirchliche Leben (Christian Bärtschi)

Armut, Verdienst und Auswanderung um 1900 (Eva Johner)

Landwirtschaft: Mechanisierung und Direktzahlungen (Marti Hari)

Natur und Heimat: Benützen oder schützen? (Roland Teuscher)

Wenn Regen, Wind und Schnee bedrohlich werden (Roland Teuscher)

Adelboden wird neu gebaut 

Eine gute Strasse statt Eisenbahnträume (Thomas Schmid)

Licht und Wasser: Eine Eigeninitiative wächst und wächst (Isabel Schnyder)

Mineralwasser — «Quellfrisch aus den Bergen» (Lorenz Busslinger)

Das Gesicht des Dorfes (Jakob Pieren)

Das Baugewerbe zwischen Boom und Krise (Fritz Inniger)

Verschönerungsverein wird zu Adelboden Tourismus (Toni Koller)

Ein Jahrhundert im Dienst der Hotelgäste (Reto Koller)

Restaurants, Beizen, Bars (Toni Koller)

Ferienwohnungen und Lager: die Parahotellerie (Hans Baumann)

Die Geschichte der Bergbahnen (Toni Koller)

Sport und Kultur 

Schneesportunterricht – eine Erfolgsgeschichte (Marlene Däpp)

Der Skiclub (Markus Allenbach)

Das Springerdorf Adelboden (Markus Allenbach)

Sport als Show: Von den «Skitagen» zum Weltcup (Toni Koller)

Mit Stumpen, Hut und Knickerbockers zur Weltmeisterschaft (Lorenz Busslinger)

Der Eishockeyclub (Hans Baumann)

Tennis und der Tennisclub (Markus Allenbach)

Bergsteigen rund um Adelboden (Fritz Inniger)

Der Schwimmclub und das Schwimmbad Gruebi (Hans Baumann)

Die bösen Adelbodmer (Lorenz Busslinger)

Der Weg der Strubelschützen ins Bergläger (Fred Inniger)

Geräuschloser Looping über dem Dorf (Fredi Lerch)

Kulturpflege im Dorf (Monika Ingold, Reto Koller)

Kunst aus Adelboden (Peter Klopfenstein, Christian Bärtschi)

Kultur und Unterhaltung bei den Leuten (Toni Koller, Reto Koller, Matthias Aellig)

Das Gemeindeleben 

Schulen und Berufsbildung (Roland Teuscher)

Über ein Jahrhundert Gesundheitsversorgung zuhinterst im Tal (Beat Inniger)

Wie Adelboden Wohnen im Alter möglich macht (Peter Rieder)

Parteien und Köpfe: Die politische Kultur im Dorf (Fredi Lerch)

Adelbodens Firmen und Vereine

Chronique scandaleuse (Christian Bärtschi, Lorenz Busslinger, Eva Johner, Toni Koller, Fredi Lerch)

Adelboden Statistik #2: Stimmbeteiligung

Land vs. Agglos?

Dass die Stimmbeteiligung auf dem Lande stets höher sei als in den Städten und Agglomerationen, ist wohl eher eine Legende.
Ein Blick auf die Stimmbeteiligung bei Volksabstimmungen zwischen 1981 und 2015 zeigt für Adelboden nämlich folgendes Bild: Bei den 291 Abstimmungen dieses Zeitraums beteiligten sich die Adelbodnerinnen und Adelbodner in 46% der Fälle weniger und in 54% der Fälle stärker als der gesamtschweizerische Durchschnitt –  kein eindeutiger Trend in eine Richtung!

snip_Stimmbeteiligung-1981-2015Die Abweichungen bei der Stimmbeteiligung für Adelboden gegenüber dem gesamtschweizerischen Durchschnitt (Volksabstimmungen 1981 bis 2015): 
- In rot nach unten: geringere Beteiligung
- In rot-orange nach oben: höhere Beteiligung
- Blau: Stimmbeteiligung Adelboden
- Gelb: Stimmbeteiligung Gesamtschweiz

 

Wo sind die deutlichsten Abweichungen?

Höhere und tiefere Stimmbeteiligungen

In 12 Abstimmungen (immer zwischen 1981 und 2015) waren die Adelbodner/innen an der Urne stärker vertreten (und zwar 20 bis 28 Prozentpunkte stärker) als der Schweizer Durchschnitt:snip_Stimmbeteiligung Adelboden 1981-2015 höher als Durchschnitt Schweiz

In ebenfalls 12 Abstimmungen (immer zwischen 1981 und 2015) war es aber gerade andersherum: Die Adelbodner/innen waren hier an der Urne schwächer vertreten (und zwar 10  bis 13 Prozentpunkte schwächer) als der Schweizer Durchschnitt. snip_Stimmbeteiligung Adelboden 1981-2015 tiefer als Durchschnitt Schweiz

Dabei fällt auf, dass ihr Fernbleiben weniger stark ausfällt als ihre höhere Teilnahme. Die grösste Differenz in Prozentpunkten ist beim Fernbleiben knapp 13, bei der höheren Teilnahme immerhin fast 28.

Abstimmungsresultate

Neben der Beteiligung interessiert auch, bei welchen Themen und wie stark sich die Adelbodner/innen von der Gesamtschweiz unterscheiden.

Eine klare Feststellung: Sie sind bei Abstimmungen weit häufiger deutlich (das heisst mit mehr als 20 Prozentpunkten) ablehnend (70 Abstimmungen) als zustimmend (14 Abstimmungen).

Adelboden zustimmender als der Schweizer Durchschnitt:

snip_Abstimmungsresultate Adelboden 1981-2015 zustimmender als Durchschnitt Schweiz

 

Adelboden ablehnender als der Schweizer Durchschnitt:

snip_Abstimmungsresultate Adelboden 1981-2015 ablehnender als Durchschnitt Schweiz-1

snip_Abstimmungsresultate Adelboden 1981-2015 ablehnender als Durchschnitt Schweiz-2

snip_Abstimmungsresultate Adelboden 1981-2015 ablehnender als Durchschnitt Schweiz-3

Eine detaillierte Analyse nach Themen ist hier der nächste noch zu leistende Schritt.

Quelle der Abstimmungsdaten:
Bundesamt für Statistik (BFS) – STAT-TAB https://www.pxweb.bfs.admin.ch

Maria Lauber 125

„In unscheinbaren, grauen Schachteln lagerte in einem Keller des Frutiger Amtshauses ein Schatz: das literarische Erbe der 1973 verstorbenen Frutigtaler Dichterin Maria Lauber. Nun wurde der Schatz gehoben, um ihn erneut einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Entstanden ist ein Lese-, Bilder- und Hörbuch, das am Freitag (19.8.2016) in Thun im Rahmen einer Vernissage vorgestellt wird. Das Buch bildet den Auftakt zu einer geplanten, auf mehrere Bände angelegten Neuedition.“ BZ, 17.8.2016
snip_LAuber-Buch-2016

«Ischt net mys Tal, öes Dorf emitts, mitts i der Wäld? U was süscht git’s, wa wärt u wichtig weä win das? Wa weäscht im Läbe sövel baas? Es iedersch Dorf, wa’s süscht nug git, ischt näbenuus, Un og dermit e jedi Stadt, by oder wyt, si lyt net da wa d Mitti lyt».

„Im August 2016 erscheint das neue Buch zum 125. Geburtstag von Maria Lauber. Diese Ausgabe wird auf rund als 230 Seiten Texte in Mundart und in Hochsprache enthalten; unter anderem Gedichte, Erzählungen, Texte zum Brauchtum, Briefe von Maria Lauber und Würdigungen der Werke von Maria Lauber. Zu finden sind auch unveröffentlichte Texte.
Umrahmt werden die Texte mit schwarz/weiss-Bildern des Fotografs Reto Camenisch. Er hat sich auf die Spuren von Maria Lauber begeben und passende Bilder für das Buch gemacht.

Das Buch wird mit einer CD des Frutiger Singer und Songwriter Christoph Trummer herausgegeben. Die CD enthält Musikarrangements und vertonte Gedichte, gesungen von Christoph Trummer und Nadja Stoller.“

http://kulturgutstiftung.ch/Kiosk/Kiosk.html

 

http://trummeronline.ch/2016/08/neues-video-zum-maria-lauber-lesebuch/

Adelboden Statistik #1: Nationalratswahlen

Welche Parteien haben welche Stärke in Adelboden?

Die Resultate der alle 4 Jahre stattfindenden Wahlen zum Nationalrat geben darauf eine Antwort. Wie die folgende Übersicht zeigt, haben sich seit 1975  einige Veränderungen ergeben:

NR-Wahlen-Adelboden-1975-2015

Aufgeführt sind alle Parteien, die zwischen 1975 und 2015 mindestens einmal mehr als zwei Prozent der Stimmen erhielten; dies sind (in der Reihenfolge der Parteistärke 2015):
SVP Schweizerische Volkspartei, bis 1971: Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB).
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
BDP Bürgerlich-Demokratische Partei (2008 von der SVP abgespalten)
FDP Freisinnig-Demokratische Partei der Schweiz. 2009: Fusion von FDP und LPS auf nationaler Ebene unter der Bezeichnung „FDP.Die Liberalen“
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
GLP Grünliberale Partei (2004 von der GP Zürich abgespalten und 2007 als nationale Partei gegründet)
GPS Grüne Partei der Schweiz
SD Schweizer Demokraten (1961–1990: Nationale Aktion)
FPS Freiheits-Partei der Schweiz (1985–1994: Schweizer Auto-Partei, AP)

Eine der markanten Veränderungen ist der starke Rückgang der SP. Dies hat wohl – wie so oft – ihren Grund in der prägenden Präsenz von einzelnen Persönlichkeiten. Hier des ehemaligen Kurdirektors Fred Rubi, welcher der SP angehörte. Er war von 1966 bis 1973 Gemeinderat in Adelboden, von 1974 bis 1981 Gemeindepräsident und von 1967 bis 1987 Nationalrat. Und gerade 1987 bricht die Parteistärke der SP ein.

Die Daten

NR-Wahlen-Adelboden-1975-2015-Daten

Die Quellen

Die Wahldaten stammen von 1975 bis 2011 aus der interaktiven Applikation STAT-TAB des Bundesamts für Statistik BFS.
https://www.pxweb.bfs.admin.ch/
Cube Nationalratswahlen (Fiktive Wählende und Parteistärke seit 1975)

Die Daten 2015 sind der Website des Kantons Bern entnommen, wobei die zugehörigen Listen der Mutterpartei hinzugerechnet sind.
http://www.sta.be.ch/sta/de/index/wahlen-abstimmungen/wahlen-abstimmungen/wahlen/wahlen_2015.html

 

500 Jahre Kirche Adelboden. Das Fest in einem Schüleraufsatz von 1933

Als Auswärtige und Schülerin im 8. Schuljahr erlebte Marie das Jubiläum der Kirche Adelboden und schrieb einem Monat später dazu einen Schulaufsatz. Ein eindrückliches Zeugnis mit Bestnoten.

Aufsatz-500Jahre bild-001 Aufsatz-500Jahre bild-002 Aufsatz-500Jahre bild-003 Aufsatz-500Jahre bild-004 Aufsatz-500Jahre bild-005

Adelbodner Schulen 1799

Die Helvetische Republik und die Statistik

Die Helvetische Rpublik (12.4.1798 bis 10.3.1803) war als Ablöserin der alten Eidgenossenschaft zwar von kurzer Dauer, aber reich an Aktivitäten der Modernisierung.

snip_kantone-1799

Statistiken waren eine zentrale Grundlage für die Politik:
„Die breit angelegten statist. Erhebungen, welche die Zentralbehörden in den verschiedensten Lebensbereichen durchführten, sollten die Grundlagen für eine rationale Gestaltung der Helvetische Rpublik liefern. Am 21.10.1798 leitete Innenminister Albrecht Rengger die erste gesamtschweiz. Volkszählung in die Wege. Bekannt sind auch die Pfarrer- und die Schulenqueten Philipp Albert Stapfers vom Febr. 1799.“  ……  „Auf keinem Gebiet unternahm die Helvetische Rpublik so grosse Anstrengungen wie auf demjenigen des Erziehungswesens. Für Philipp Albert Stapfer, den Minister der Künste und Wissenschaften, führten Bildung und Erziehung zur ethischen Vervollkommnung des Menschen. Stapfer wandelte die Schule von einer kirchl. in eine staatl. Einrichtung um. Gestützt auf einen Regierungsbeschluss vom 24.7.1798 übernahm in jedem Kanton ein achtköpfiger Erziehungsrat die Aufsicht über das Schulwesen. Der von einem umfassenden Erziehungsplan begleitete Gesetzesentwurf zur Umgestaltung der Volksschule wurde im Parlament schleppend behandelt und verwässert. Erst am 4.-6.12.1800 sollte die Exekutive die Einrichtung von Elementarschulen in den Gemeinden und die allgem. Schulpflicht in den Wintermonaten dekretieren. Von den Projekten für Lehrerseminare zur Verbesserung der Lehrerbildung waren die wenigsten von Erfolg gekrönt. Die polit. Volksaufklärung lag in den Händen des im Nov. 1798 geschaffenen Bureaus für National-Kultur, das Heinrich Zschokke leitete.“
Aus Historisches Lexikon der Schweiz, Artikel Helvetische Republik, http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D9797.php

Projekt Stapferenquete

Die Stapferenquete zu den Schulen ist in einem umfassenden Projekt erforscht und in einer auf modernsten Techniken basierenen Webseite präsentiert worden.

snip_Stapferenquete„Das Projekt (Laufzeit 2009-2015) diente der Edition und der Erforschung der sogenannten Stapfer-Enquête, einer Umfrage zur Schulsituaion in der Helvetischen Republik aus dem Jahr 1799. Diese Umfrage geht auf die Initiative des Erziehungsministers der Helvetischen Republik (1798-1803) Philipp Albert Stapfer (1766-1840) zurück, der die Schulpolitik der 1798 ausgerufenen Republik auf „hard facts“ bauen wollte und deswegen einen standardisierten Fragebogen mit rund 60 Fragen entwarf, die von den Lehrern (und wenigen Lehrerinnen) der damaligen Schweiz ausgefüllt wurde. … Die Erhebung besteht aus vier Teilen; gefragt wird nach den Lokalverhältnissen, dem Unterricht, den Personalverhältnissen und den ökonomischen Verhältnissen … . Von dieser Umfrage liegen über 2400 Antwortbögen und somit umfangreiche, ergiebige und spannende Quellen vor.“ (Der Fragebogen: http://www.stapferenquete.ch/db/browse/fragen).
Daniel Tröhler, Heinrich R. Schmidt, http://www.stapferenquete.ch/projekt

Die vier Schulen in Adelboden

Wie die Schulverhältnisse 1799 in Adelboden aussahen, das lässt sich spannend in der Datenbank des Projekts verfolgen.

Es gab 1799 in Adelboden vier Schulen: Boden, Hirzboden, Schwand, und Stigelschwand mit etwas mehr als 260 Schulkindern.

Der Schulweg

Erfragt wurde, wie viele der zum Schulbezirk gehörigen Häuser wie weit – in Vietelstunden gemessen – vom jeweiligen Schulhaus (welches der Lehrer selber zu stellen hatte) entfernt waren.
Am meisten Häuser  (119) und bis zu einer Entfernung von einer Stunde meldete der Schulbezirk Schwand. Die übrigen Bezirke hatten zwischen 26 und 28 oder mehr Häuser. Dabei ist nicht klar, ob in allen auch Schulkinder lebten. Bei allen aber wird darauf hingewiesen, dass „in rauhen Zeiten und vielen Schnees die Kinder noch einmal so lang zu gehen haben — oder gar nicht gehen mögen“. Denn meistens wurde die Schule vor allem im Winter gehalten, im Sommer wenig, weil „viele an den Bergen oder sonst weiter entfernt sind“.

Der Schulstoff

In allen Schulen ist der Schulstoff der gleiche: „Lesen, Singen, Schreiben … auch ausswendig den Catechismuss, die schönen Psalmen Davids, die Psalter, Historien Capitel aus dem neuen Testament“, und das je „nach deme ein Kind mit Viel oder wenig gaaben von Gott dem Allmächtigen beschenket ist“.

Das Lehrerprofil

Bestellt wurden die Schulmeister (es gab aauch Frauen, so z.B. n ) „nebst jeweiligem Pfarrer“ durch das „Ehemalige Gricht und Chorgricht, nach deme ein Examen mit solchen Vorgenomen worden ist“.

Boden

60 Schüler, 32 Knaben und 28 Mädchen.

  • Lehrer Stephan Hager, 33jährig, aus dem gleichen „Flecken des Schuls Bezirks“ stammend, kinderlos verheiratet.
  • 10 Jahre im Beruf, „nicht als Bauren beruff“, daneben „Bauren Verrichung weil er nicht zum faulenzen geneigt ist“.
Hirzboden

60 Kinder in der Schule, 38 Knaben, 22 Töchter, „im Sommer aber weniger weil Viel am berg und ab Örtern wohnen und also den Kleinen Zu weit ist“.

  • Lehrer Christen Josi, 49jährig, aus „dem borth als nebend fleck diss Schulbezirks“ stammend, verheiratet und 5 Kinder.
  • Seit drei Jahren im Beruf, selbst Bauer und noch daneben als Bauer tätig.
Schwand

Etwa 98 Kinder, 51 Knaben und 41 Mädchen, im Sommer weniger.

  • Lehrer Christian Ällig, 44jährig, „Vom Flecken Jnnerschwand“, verheiratet und zwei Kinder.
  • Seit drei Jahren Lehrer und „Vor etlich Jahren auch etlich Jahr“ , von Beruf „Bauren.., Corrichter, Sekeler, und Vor einer Zeit auch Schulmeister“. Daneben „Bauren Verrichtung und an der Municipalitet“.
Stigelschwand

50 Kinder, 27 Knaben, 23 Mädchen, im Sommer aber weniger.

  • Peter Pieren, 27jährig, „vom Hauptfleck steigelschwand“, kinderlos verheiratet.
  • Seit drei Jahren Lehrer, vormals „nichts als Beuren beruff“ und daneben „Bauren Verrichtung und an der Munizibalität“.

Noch viel mehr zu den einzelnen Schulbezirken in der Datenbank

Bode. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1380: Bode, [http://www.stapferenquete.ch/db/1380].

Hirzboden. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1384: Hirzboden, [http://www.stapferenquete.ch/db/1384].

Schwand. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1382: Schwand, [http://www.stapferenquete.ch/db/1382].

Stigelschwand. Schmidt, H.R. / Messerli, A. / Osterwalder, F. / Tröhler, D. (Hgg.), Die Stapfer-Enquête. Edition der helvetischen Schulumfrage von 1799, Bern 2015, Nr. 1385: Stigelschwand, [http://www.stapferenquete.ch/db/1385].