Neuausgabe von Chüngold ist da

Die von Erich Blatter – dem Biographen von Maria Lauber –  nahe an der Erstausgabe von 1950  neu bearbeitete und kommentierte Ausgabe von Chüngold ist fertiggestellt. Herausgeggeben von der Kulturgutstiftung Frutigland erscheint sie im Oktober 2018.

Im Buchhandel ist Chüngold zusammen mit einer CD erhältlich. Gelesen werden auf der CD die beiden ersten Kapitel durch Luise Schranz-Hari und Andreas Wäfler.

Anlässe zu dieser Neuausgabe sind auf der –> Website der Kulturgutstiftung Frutigland angezeigt.

Am Radio

In Zusammenhang mit der Neausgabe des autobiographischen Werks von Maria Lauber hat Radio SRF 1 am 30.  August 2018 eine Sendung mit Tonbeispielen und einem erhellenden, nicht unkritischen  Interview mit Erich Blatter gesendet. Zum –> Nachhören.

 

Ein Jubiläum: 10 Jahre Dorfarchiv Adelboden

10 Jahre Dorfarchiv Adelboden

Nach zehn Jahren unermüdlichen Engagements darf gefeiert werden. Das Programm für den Jubiläumsanlass ist vielfältig und wird beachtet:

Ab 10 Uhr ermöglichen kleine Workshops einen Einblick in das, was es im Archiv zu tun und zu sehen gibt.
Und dann um 14 Uhr ist es soweit: Liebe Gäste, seid begrüsst.Jakob Pieren macht als Präsident der Stiftung Dorfarchiv die Begrüssung der Gäste im Kirchgemeindehaus Adelboden.

Auch die  Politik ist mit dem Obmann der Gemeinde dabei:

Markus Gempeler überbringt dem Dorfarchiv mit den lange gesuchten, der Gemeinde kürzlich vermachten alten Glasscheiben (Schliffscheiben)  aus dem Bircherhaus ein wertvolles Gut zur Bewahrung.

 

Dann geht es zur (Archiv)Sache. Thomas Schmid vom Burgerarchiv Bern erläutert, was Archive wertvoll macht und welche es landauf landab gibt. Dabei gilt das Adelbodner Dorfarchiv als ganz besonders reichhaltig und sorgfältig geführt.

 

Es bleibt nicht bei Worten. Für musikalische Einlagen sorgt Regula Gerber in drei Einlagen mit je anderen Instrumenten.

Teil 2: Vernissage des Sagenbuchs

Das Jubiläum des Dorfarchivs wird ergänzt durch die Vorstellung des gerade erscheinenden neuen Buches zur Adelbodner Sagenwelt: Sagenhaftes aus Adelboden (erhältlich im Adelbodner Buchhandel).

Christian Bärtschi stellt das Buch vor, mit Beispielen. Das Werk lebt nicht nur von Adelbodner Sagen, sondern auch von Illustrationen des Adelbodner Künsters Björn Zryd.

Björn Zryd mit Toni Koller vor den Illustrationen im Sagenbuch.

 

Nummer 79 ist da

Der neue Heimatbrief ist pünktlich erschienen. Im ersten Artikel vertieft sich Jakob Pieren in eines der ungelösten Rätsel der Adelbodner Seele: Ihrem Hang zum Wallis. Viele zieht es dorthin, und für einen unserer Verwandten war es ausgemachte Sache, die Ferien eben im Wallis zu verbringen. Notabene dorthin zu Fuss.  Adelboden (zumindest teilweise) ein  Walserdorf?

Und wie immer: Die Jahreschronik von  Christine Baumann; da gibt es stets etwas zu entdecken, das der Aufmerksamkeit unter dem Jahr entgangen ist.

Hier der Inhalt:

Nr.79 September 2018

  • Editorial     Christian Bärtschi

Geschichtliches

  • Adelboden im Mittelalter — eine Spurensuche    Jakob Pieren
  • Erinnerungen (4. Teil)    Käthi Zahler
  • Äs par Erinnerigi …    Margrit Mason-Josi
  • Tagebuchnotizen aus dem 2. Weltkrieg (Fortsetzung)    Alfred Bärtschi
  • Anna Baumann-von Castelberg
    Eine Einwanderung                     Hans Baumann
  • Die Motion Hohstalden     Konrad Hari

Heutiges

  • Argentinie    Christian Bärtschi
  • Tourismus: Für die Zukunft gewappnet    Urs Pfenninger
  • In den Bergen    Margrit Fankhauser

Rubriken

  • Jahreschronik Adelboden     Christine Baumann
  • Alte Wörter und Redensarten     Christian Bärtschi
  • Jahresbericht Stiftung Dorfarchiv     Jakob Pieren
  • Jahresrechnung Hiimatbrief     Margret Aellig

Neuer Impuls? Verhöhnung?

Ist schon 1. April im August oder sind die Initianten wirklich schwindelfrei?

Auf jeden Fall stellt sich diese Frage bei folgender Geschichte aus Adelboden:

„Eine Gruppe von Adelbodnern will oberhalb des Berner Oberländer Tourismusdorfs für 18,5 Millionen Franken eine 2200 Meter lange Hängebrücke bauen. Die Brücke soll vor allem in der Sommersaison eine neue touristische Attraktion Adelbodens darstellen.“ Quelle: htr.ch

Erste Reaktionen lassen nicht auf sich warten: Von der Notwendigkeit eines „neuen Impuls“ für Adelboden bis zu „Überheblichkeit“ und „Verhöhnung der lieblichen Natur“ .

 

Alte Bilder und neue Statistiken

Alte Bilder …

Fotos aus früheren Zeiten finden sich in verschiedenen Archiven. Eines der grössten öffentlich zugänglichen Archive ist jenes der ETH Zürich, das etwa 3 Mio Bilder umfasst, darunter auch zahlreiche Luftbilder.

Und Bilder zu Adelboden, wie diese (der Link bei den Fotos führt zur Beschreibung im ETH-Archiv):

 

…. und neue Statistiken

Das Bundesamt für Statistik (BFS) nutzt seit kurzem neue experimentelle Methoden, um detaillierte Daten zu einzelnen Gemeinden publizieren zu können – Daten, die mit dem Wechsel der Volkszählung von einer Gesamterhebung zu einer Datensammlung mittels Registern und jährlichen Stichproben für kleinere Gemeinden nicht mehr  verfügbar waren.

Informationen zur Erwerbsquote machen einen ersten Anfang;  diese ist auch für Adelboden vorhanden, allerdings mit einer gewissen statistischen Unsicherheit. Mehr dazu inklusive die interaktive Karte hier.

Standardisierte Erwerbsquote =  Summe der Erwerbstätigen ab 1 Arbeitsstunde pro Woche und der Erwerbslosen gemäss ILO aufgrund der Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) dividiert durch die ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren und älter und das Ganze multipliziert mit 100

 

Foto Adelboden

Es ist nicht alltäglich, dass die Webseite eines Hotels mehr ist als Werbung für Haus und Umgebung. Aber dieses Hotel da schafft es mit dem

Und da gibt es Einiges zu entdecken:

 

Es geht um Themen wie  – kaum überraschend – Küche und Keller – aber auch um Wandern, Bergwirtschaft und Kultur.

 

Und augenfällig ist die stets ausgezeichnete Qualität der bebildernden Fotos. Sujet, Wahl des Ausschnitts und teilweise dramatische Nachbearbeitung lassen verweilen.

Dass dies kein Zufall ist und Adelboden aus einer langen Tradition schöpfen kann, hat schon die Laufbahn von Walter Studer gezeigt.

Und auch heute und in Adelboden selbst geht es weiter. Dies zeigt der jüngste Beitrag im Bellevue Blog auf: Gyger, Klopfenstein, Lukas Allenbach, Anja Zurbrügg, Peter Allenbach und Martin Germann sind dort präsent mit ihren jeweiligen Stilen und Geschichten. Lesens- und schauenswert.

 

Geboren in Adelboden – vor 100 Jahren

Adelboden ist fotogen, kein Zweifel. Und Adelboden hat Fotografen, mit Gyger und Klopfenstein ganze Dynastien, deren Postkarten mit Motiven (nicht nur) rund um Adelboden auch heute noch auf der Dorfstrasse zum Verkauf stehen.

Walter Studer

Und diese Fotografen haben ihre Leidenschaft weitergegeben, so an den bekannten Walter Studer.

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Geboren ist er am 22.April 1918 in Adelboden und heuer wird zu seinem hundertsten Geburtstag im Berner Kornhaus Forum eine Ausstellung gezeigt.

14.6.–5.8. 2018

Walter Studer
Fotograf 1918-1986

Retrospektive. Stadtsaal & Galerie 2. Obergeschoss
Eintritt frei
Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 12:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag 12:00 – 20:00 Uhr
Samstag/Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
Montag geschlossen

Vom Badezimmer zur weltweiten Reportage

Und so kam – wie auf foto.ch zu lesen ist – Walter Studer (noch in Adelboden) zur Fotografie: „Der Vater Fritz Studer war Fotoamateur und mit den Fotografen Emanuel Gyger und Arnold Klopfstein aus Adelboden befreundet. Walter Studer und sein Bruder Alfred lernten als Kinder im umgenutzten Badezimmer die Prozesse im Fotolabor kennen.“ 

Und weiter: „Walter Studer machte seine Fotografenlehre bei Robert Kissling und dessen Nachfolger Gottfried Tschanz in Spiez von 1935 bis 1937, danach arbeitete er in verschiedenen Kurorten, wie z.B. Mürren, Villars und Rigi-Kaltbad als Sportfotograf. Zwischen 1941 und 1948 arbeitete er als Reporter für das Berner Büro der Photopress Zürich. 1948 eröffnete Walter Studer sein eigenes Geschäft in Bern, das von seiner Schwägerin Claire Roth betreut wurde. 1951 schloss er sich mit Fernand Rausser, Hans Keusen und Kurt Blum zur «Groupe carré» zusammen. Zusätzlich zur Arbeit für die Presse kamen ab den 1950er Jahren Aufträge für die Industrie und öffentliche Unternehmen hinzu. Für die SBB machte er beispielsweise Aufnahmen, die als Plakatsujets dienten oder für Broschüren und Kalender. 1962 fuhr Walter Studer mit der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft nach Chile und bereiste im Anschluss das Land.
Ab 1974 fotografierte er gemeinsam mit seinem Sohn Peter Studer für die SBB-Gazette «Schweiz-Suisse-Svizzera». Geschäft und Werbeaufträge übergab er 1981 seinem Neffen Heinz Studer und arbeitete bis zu seinem Tod 1986 mit seinem Sohn Peter auf freier Basis zusammen.“

200 mal in schwarz-weiss

Die Ausstellung im Kornhaus Forum „… zeigt gegen 200 schwarz-weisse Fotografien, welche zwischen den späten 1940er- und den 1960er-Jahren entstanden sind. Studer war ein aufmerksamer Beobachter des Schweizer Alltags zwischen Tradition und Aufbruch, er fotografierte aber auch im zerstörten und traumatisierten Nachkriegs-Europa und begleitete die Schweizer Nationalmannschaft 1962 an die WM nach Chile. Der Fotograf wäre in diesem Jahr 100-jährig geworden. Die Ausstellung vermittelt Studers Schaffen als Fotoreporter erstmals in dieser Breite. Zur Ausstellung erscheint ein Heft in der Publikationsreihe des Kornhausforums mit drei Reportagen von Walter Studer.“

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 Der Bund (16.6.2018) widmet dem Fotografen und der Ausstellung einen einfühlsamen Bericht und er zeigt auch, wessen Verdienst es ist, dass diese Sammlung aus dem privaten Archiv an die Öffentlichkeit gelangen konnte. Die seines Sohnes Peter Studer, der dies zusammen mit Bernhard Giger (nicht Gyger ;-)) vom Kornhaus unternahm.

 

An der Moserstrasse im Breitsch

Walter Stude war zwar viel unterwegs, betrieb aber in Bern von 1948  bis 1981 einen Fotoladen an der Moserstrasse im Breitenrain. Und im nachhinein dämmert es mir, dass ich dort in diesem kleinen, leicht verborgenen Laden mit Schaufenster  meine ersten Kameras kaufte.

 

Mehr zu …

… Walter Studers und auch zu Peter Studers Publikationen und Auszeichnungen findet sich bei der Fotostiftung Schweiz.

Bildnachweis: Der Bund, 16.6.2018